News aus Guatemala

Die Geburts- und Ausbildungsambulanz wurde im Juli 2012 eröffnet. Mirador finanziert seitdem die Gehälter für zwei Hebammen, eine Ärztin und eine Verwalterin, die die Bevölkerung von Chocruz medizinisch versorgen.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Freunden, Helfern und Spendern für die gemeinsame intensive und erfolgreiche Arbeit bedanken! Ihr seid spitze!

Im Folgenden können die aktuellen Neuigkeiten aus der Ambulanz in Chocruz verfolgt werden.


23.09.2014

Nasses Lebenszeichen von der Baustelle in Chocruz

Das Team in Guatemala ist sehr aktiv auf der Baustelle und hat uns einen neuen Bericht geschickt. Lest hier Michas Bautagebch, unterlegt - wie immer - mit Fotos.

08.09.2014   Damit unser Versorgungsgebäude auf sicheren Füßen stehen kann, werden in Abständen bewehrte Betonstützen zur Sicherung vor Erdbewegungen eingebaut. Die dafür benötigte Bewehrung fertigten wir heute an um sie nach dem Gießen der Fundamente einzubinden. Da die zukünftigen Zisternen in unserem Gebäude nur für den Erdbereich zugelassen sind, sollten sie auch bequem im Erdreich einen Platz finden. Dies bedeutet für uns und den vielen Helfern vor Ort eine Menge abzutragendes Erdreich um die Fundamente tiefer als die Zisternen zu erstellen. Das abgetragene Erdreich wird für die Sicherung des Schulgeländes verwendet. Die Erde wird zuerst in alte Reissäcke gefüllt um sie dann zur Böschungssicherung aufzustapeln.

09.09.-11.09.2014 Heute ist es soweit, nach langwierigen Erdarbeiten können wir endlich beginnen die Fundamente zu gießen. Stück für Stück lassen sich die Umrisse unseres Hauses erkennen. Während wir die Fundamente betonieren fügen wir bereits die Anschlussbewehrung für die künftigen Stützen des Gebäudes ein. Zwar mögen bei dem einen oder anderen Studenten noch handwerkliche Fähigkeiten fehlen, ihre volle Kraft und Ausdauer stellen sie auf jeden Fall alle zur Verfügung. Da nach Ende der Erstellung des Streifenfundamentes eine Härtungszeit eingeräumt werden muss stellen wir uns nun den anschließenden Arbeiten wie Bewehrungskörbe knüpfen oder den Vorbereitungen für die Pflanzenfilteranlage.

11.09.-13.09.2014   Die Pflanzenfilteranlage, welche auf der höheren Ebene gegenüber der Aula und Werkstatt platziert wird, soll aus einem Regenwasserkanal gespeist werden. Dieser Kanal zieht sich mit unterschiedlichem Gefälle rund um die großen Dächer der Werkstatt und Aula und nimmt so das Regenwasser auf. Dieser Kanal kommt zudem auch recht passend, da das Fundament der Werkstatt und der Aula mit der Zeit zunehmend unterspült wurde und nun somit geschützt wird. Da wir Dienstag mit dem Mauern beginnen möchten richten wir uns die Baustelle erneut ein. Ein zentraler Punkt für Blocksteine spart uns viele Laufwege.

14.09.-15.09.2014   Es steht uns ein festliches Wochenende bevor. Zum Einen feiert die Maya-Gemeinde an diesem Sonntag eine besondere kosmische Konstellation, zum Anderen ist das ganze Land Guatemala mit den Vorbereitungen zum 193. Unabhängigkeitstag beschäftigt. So bekamen wir die seltene Gelegenheit aktiv an einer Maya-Zeremonie teilnehmen zu können. Dem Zeremonienmeister zufolge wird uns diese Kraft und Einigkeit für alle Aufgaben rund um das Projekt geben. Heute am 15.09.2014 wurden wir von den Lehren der Schule zu den Festlichkeiten des Unabhängigkeitstages eingeladen. Teil der Festlichkeiten ist die Kür der nächsten Miss Independencia, sowie der historische Lauf mit Fackel und Unabhängigkeitsbotschaft vom Marktplatz in Momostenango hinauf zur Schule. Getreu den Botschaftern vor 193 Jahren, als diese Unabhängigkeitsurkunden mit der Fackel in die einzelnen zentralamerikanischen Orte überbracht haben und somit die spanische Besetzung ein Ende fand.

16.09.-20.09.2014   Heute beginnen die Maurerarbeiten mit der ersten Schicht auf dem ausgehärteten Betonfundament. Um die exakten Höhen für Rohre und andere Verbindungen zwischen Zisternengebäude und der höher liegenden Pflanzenfilteranlage zu gewährleisten werden in regelmäßigen Abständen weitere Vermessungen vorgenommen. Die Maurerarbeiten werden uns die gesamte Woche begleiten, Schicht für Schicht nähern wir uns dem ersten Ringanker welcher auch zur Stabilisation des Gebäudes dient. Natürlich vergeht eine Woche in Guatemala nicht ohne besondere Vorkommnisse. So waren für zwei Tage alle größeren Zugangswege gesperrt. Die Bauern in Guatemala nennen dies „Manifestation“, ein Boykott gegen die von der Regierung während der Fußball-WM durchgeboxten Freihandelsverträge mit den Vereinigten Staaten von Amerika. Diese Verträge setzen die hiesigen Bauern massiv unter Druck. Preiskämpfe und diktierte Saatnormen sind nur ein Auszug dessen. Aber dafür geht man auch gern mal zu Fuß zur Baustelle. Mittlerweile zogen wir auch schon die Absperrschicht auf die dritte Schicht des Mauerwerkes um heraufziehende Nässe zu blockieren. Mit vielen Helfern aus der Umgebung ist nun beinah ein räumliches Gefühl zu erahnen.

22.09.2014   Neue Woche, neue Kraft. Heute konnten wieder vereint einige Schichten gemauert werden. Leider überraschte uns mal wieder ein heftiger Schauer, der sich bis in den Abend hineinzog. So hatten wir aber wieder Zeit um Arbeiten in der Werkstatt durchzuführen. Unser sehr verspäteter Materiallaster brachte uns nach der Mittagspause die notwendige Bewehrung für den ersten Ringanker. Die neue Treppe neben Klinik und künftigem Zisternengebäude nimmt ebenso mehr und mehr Form an. Die ersten Stufen können wohl schon diese Woche gegossen werden.

23.09.2014   Siehe da, der erste Ringanker ist erreicht und wir können Stützen einschalen sowie U-Schalen bewehren. Giovanni, unser Baustoffhändler aus Momostenango, welcher uns auch schon mit seinem Know-How vor zwei Jahren beim Bau der Klinik sehr geholfen hatte, beschaffte uns heute einen super Kontakt zu einem Ingenieur aus Momostenango für unsere Solaranlage. Dies ist von Vorteil da sich der Ingenieur mit den hiesigen Gegebenheiten vertraut machen muss, bevor er eine Anlage auslegen kann.

07.09.2014

Umsetzung des Wasser- und Stromprojektes hat begonnen!!

Im Juli haben wir den Zuwendungsvertrag mit genialsozial unterschrieben. Nun können wir die Maßnahmen umsetzen, die dem nachhaltigen Betrieb der Klinik dienen. Seit Ende August sind Michael Bieler und vier weitere Studenten der Hochschule Anhalt in Chocruz, um das Wasser- und Stromprojekt für die Klinik und die Schule umzusetzen. Nun sind erste Fotos und der folgende Bericht von Michael angekommen:

30.08.2014   Endlich angekommen in Momostenango, der zentralen Stadt im Bezirk Totonicapan Guatemala, begrüßte uns Juan in der Unterkunft, die in den nächsten zwei Monaten die unsere sein wird. Juan, Direktor der Schule, die sich neben unserer Klinik in Chocruz befindet, begleitete uns zu einer ersten Visitation des Baugeländes.
Nach einer abenteuerlichen Fahrt hinauf in das Dorf Chocruz wurde uns bewusst, wie unpassierbar die Wege in der Regenzeit sein können. Dennoch trug uns der grüne Pickup der Schule sicher an unser Ziel. Drei Arbeiter aus der Umgebung haben bereits den Baugrund für das Wasser- und Solargebäude vorbereitet. So wurde ein Hang zur Klinik abgetragen und einige kleine Bäume entfernt. Wir verschafften uns einen Überblick über das Gelände an der Klinik sowie der anliegenden Werkstatt. Bisher konnte eine Planung nur sehr theoretisch durchgeführt werden. Juan war sehr aufgeschlossen und neugierig gegenüber unserem Vorhaben. Als es dann allmählich dunkel wurde, traten wir die Rückkehr zu unserer Unterkunft an. Zum Abschluss unseres ersten Tages in Momostenango besuchten wir zum Abendessen auf dem hiesigen Markt einen Stand mit lokalen Gerichten.

31.08.2014   Schon früh am Morgen startete ein Teil von uns hinauf zur Klinik, um mit Vermessungsarbeiten zu beginnen. Der andere Teil traf sich mit Juan in seinem Zuhause, da erste Baumaterialien in einem Baugeschäft des Vertrauens bestellt werden mussten, damit diese auch zeitnah nach Chocruz geliefert werden können. Alle Bestellungen konnten getätigt werden und gegen Mittag erreichten auch wir die Clinica Mirador in den Bergen. Während wir uns über vorhandene Werkzeuge erkundigten - um möglichst wirtschaftlich zu arbeiten - begann es wieder stark zu regnen. Nach einiger Wartezeit beschlossen wir wieder zur Unterkunft zurück zu kehren, um wenigstens theoretische Arbeiten an Laptop oder Notizbuch durchzuführen. Letzten Monat herrschte in Guatemala eine starke Trockenzeit, obwohl es eigentlich hätte viel regnen müssen. Seit ungefähr einer Woche scheint das Wetter dies unüblich stark nachzuholen. Allgemein soll das Wetter nach Juans Aussagen sehr unberechenbar geworden sein.

01.09.2014   Heute haben wir damit begonnen unser Baugelände zu vermessen. Das Bauvorhaben beinhaltet ein Zisternenhäuschen mit Fläche für eine Photovoltaikanlage sowie einer dazugehörigen Pflanzenfilterlage, um das Regenwasser der umliegenden Dächer zu filtern. Da unser Baugelände mehrere Ebenen übergreift, ist ein sorgfältiges Abstecken der Anlagen von hoher Priorität.
Während der großen Hofpause der Schule unseres Partnervereins Aldea Laura wurden wir mit vielen großen Augen begrüßt.

02.09.2014   Da einige wichtige Bestandteile unseres Bauvorhabens nicht in der Region Momostenango bestellt werden können machten wir uns heute auf in die Stadt Quetzaltenango. Sie ist die zweitgrößte Stadt in Guatemala und rund 70 Kilometer von Momostenango entfernt. Hier werden wir alle nötigen Bauteile erwerben können. So fanden wir ein passendes Hauswasserwerk für die Wasserversorgung, drei große Zisternen für Speicherung des gereinigten Regenwassers und einen Ansprechpartner für unsere geplante Solaranlage. Nachdem wir alle primären Punkte unserer Fahrt abhaken konnten, überraschte uns pünktlich unser alltägliches Nachmittagsgewitter. Wir flüchteten uns in ein großes Einkaufszentrum in der Nähe des großen Busbahnhofes und deckten uns neben Dingen des täglichen Bedarfs auch mit Bitumenanstrich und anderen seltenen Baustoffen für unser Zisternenhäuschen ein. Nach einer einstündigen Fahrt zurück nach Momostenango kamen wir wieder sicher an unserer Unterkunft an.

03.09.2014   Infolge unserer Vermessungsarbeiten stellten wir noch einige nötige Änderungen des Baugrundes fest. So müssen noch einige Kubikmeter Erde abgetragen und abtransportiert werden. Da es immer wieder sehr stark regnet gestalten sich die Aushubarbeiten auf dem sehr lehmigen Boden nicht so einfach. Neben den Vorbereitungen für das Zisternenhäuschen beginnen nun auch die Vorbereitungen für die Pflanzenfilteranlage. Nötige Flächen werden abgesteckt und Gestaltungsfragen mit der Schule abgesprochen.

04.09.-06.09.2014   Hand in Hand mit unseren Freunden vor Ort in Chocruz laufen die Aushubarbeiten auf Hochtouren. Unsere bestellten Baustoffe wie Betonsteine, Kies, Sand und Zement werden den steilen Hang hinunter transportiert und in die große Aula an der Holzwerkstatt der Schule verladen. Langsam aber sicher können wir die Gräben für die Streifenfundamente ausheben und erste Bewehrungsarbeiten für die künftigen Stützen im Mauerwerk durchführen. Diese sind notwendig um Schäden durch Erdbeben zu verhindern.

07.09.2014   Da es letzte Nacht bis heute in den Morgen hinein durchgängig geregnet hatte, entschlossen wir uns diesen Tag für Aufgaben wie Planung, Berichterstattung und Rechnungsführung zu nutzen.

19.12.2013

Dr. Merida bei einem Hausbesuch einer Schwangeren



06.10.2013

Miradorianer und Studenten der Hochschule Anhalt in Guate (II)

(geschrieben von Michael Bieler)

30.09.2013   Heute unterzogen wir den Proben des Wassers im Brunnen einer ersten Analyse. Heraus kam das die Wasserqualität gut ist und somit für Trinkwasser weiterverwertet werden kann. Die Studenten wollten aber noch bis Mittwoch warten um genauere Information zu geben. Darüber hinaus konnten wir erste Videos von Olga, Paty und Marilu aufnehmen. Sina, unsere Dolmetscherin machte sich gleich daran sie zu übersetzen.

 
01.10.2013   Heute war Kindertag, die Schule organisierte ein Sportfest mit verschiedenen Wettkämpfen. Zu gewinnen gab es Dinge wie Schuhe, Socken, Bälle und Kinderspielzeug. Während sich wieder zwei Studenten um ihre Analysen kümmerten, machten wir uns am Mittag auf um die Quellen der Trinkwasserversorgung in den Bergen zu besichtigen. Der Aufbau des Trinkwassersystems gestaltet sich aus einer Anzahl von mehreren natürlichen Quellen, welche dann in 3 verschiedene Sammeltanks in unterschiedlicher Höhe und Entfernung geführt werden. Dort entnahmen wir Wasserproben zur Analyse. Nachdem uns ein massiver Regenschauer heimgesucht hatte kamen wir in der Dämmerung wieder nach Chocruz. Hier war bereits das Kinderfest zu Ende. Glücklicherweise hatte man uns etwas von der Mittagsmahlzeit aufgehoben und konnten uns somit wieder aufwärmen.
 
02.10.2013   Heute besprachen wir die Ergebnisse der Brunnenanalyse an der Klinik. So teilten die Studenten der Pharmatechnik mit, dass eine Trinkwassernutzung nur mit einer anschließenden UV-Behandlung
sichergestellt werden kann. Sie schlugen vor, eine Art abschließende Desinfizierung in Form einer Meanderschleife auf dem Dach der Klinik zu installieren. Die Proben an sich sind aber weiterhin erfreulich gut. Da wir kurzzeitig für eine Bestellung nach Xela mussten und die Ärztin zu einem Hausbesuch musste, baten wir sie um eine Aufnahme eines Videos zum Stand der Dinge in der Klinik
 
03.10.2013   Heute war Sportfest an der Schule. Gemeinsam im Lehrerteam spielten die Studenten Fußball. Leider musste ein Teil des Teams schon eher los um letzte Dinge aus Xela einzukaufen. Da wir an den Vortagen bereits Preise und Verkaufsorte recherchiert hatten konnten wir sehr zügig letzte Möbel und Dachrinnenzubehör kaufen. Zurück in Chocruz warteten bereits die Mitglieder des neuen Kaybal-Vereines um das geplante Treffen abzuhalten und um Grundlagen für das weitere Arbeiten zu legen.
 
04.10.13   In Sachen Schreinerei wurde gefragt ob es möglich sei, ein Austauschprogramm mit spanischen oder spanisch sprechenden Auszubildenden zu organisieren um mehr Know-how zu übermitteln. Die Suche nach hiesigen Auszubildenden gestaltet sich als sehr schwierig.
Der Computer in der Klinik wurde gecheckt und Marilu erhielt eine Einweisung durch Sina zum Verwalten von Ordnern in Dateien im Windowssystem. Gemeinsam mit Peter und Sina installierten wir bis in die Nacht das Regenrinnensystem an der Schreinerei. Juan stellte Kaffee bereit und bedankte sich für unser Engagement.
 
05.10.13    Nun ist unsere Zeit in Momostenango und Chocruz vorbei. Juan brachte uns am Morgen zum Chickenbus und wir verabschiedeten uns. Er würde sich freuen uns bald wieder wiederzusehen und richtete viele Grüße an Mirador aus. Sina, welche hier hervorragende Arbeit geleistet hatte, muss uns nun leider am Sonntag verlassen um wieder nach Mexiko zurück zu fliegen. Ohne ihr Engagement hätten wir bei Weitem nicht so erfolgreich agieren können. Vielen Dank von Mirador.

28.09.2013

Miradorianer und Studenten der Hochschule Anhalt in Guate (I)

(geschrieben von Michael Bieler)

25.09.2013   Angekommen an der Clinica in Chocruz wurden wir mit offenen Armen empfangen. Teodoro und der stellvertretende Direktor der anliegenden Schule stellten uns den einzelnen Klassen vor. So wurden uns zur Begrüßung Lieder vorgesungen oder gerade Gelerntes vorgetragen. Danach zeigten Olga und Pati den Studenten ihren Arbeitsplatz in der Clinica und erläuterten die Nutzung der Räume. So konnten die Studenten ihren benötigten Arbeitsplatz besichtigen, vorhandene Arbeitsmaterialien aufnehmen, um gegebenenfalls Fehlendes zu kaufen und um sich einzurichten.Waehrend wir uns mit Teodoro die Holzwerkstatt anschauten, erzählte er, dass bei Regen die Werkstatt regelmäßig von Wasser durchströmt wird. Eine Dachrinne, sowie eine Drainage könnten hier für Abhilfe sorgen. Des Weiteren würde er sich eine Wiederinbetriebnahme der Holzwerkstatt wünschen. Sein Sohn, welcher Schreiner mit Ausbildung ist, könnte hier Ausbildungen für Schüler anbieten. Mit dem Herstellen verschiedener Sachen, wie Möbel, Spielzeuge und ähnlichem aus Holz würde auch ein Lohn für die Auszubildenden herausspringen. Da Teodoro Mitglied des Dorfkomitees ist, fragten wir ihn auch gleich nach dem bereits geplanten Wasserprojekt, dass er bei der Regierung eingereicht hat. Da eine eventuelle Genehmigung wohl noch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen wird, kann das Wasserprojekt der Hochschule ohne Probleme oder Konkurrenz autark geplant werden. Allerdings könnte man über eine Verbindung nachdenken. Gegebenenfalls kann in der Trockenzeit auf das vielleicht entstehende Wasserprojekt der Regierung zurückgegriffen werden. Dafür bittet er explizit Mirador um Know-how, Einsatz von Helfern und nachrangig um finanzielle Unterstützung. Die bisherige Wasserversorgung wird durch einen Tank in einer höher liegenden Region sichergestellt. Mehrere Quellen speisen einen großen Haupttank der wiederum mehrere kleine befüllt an denen dann die Hauptleitungen für die Abnehmer angeschlossen sind.  Trotz der Regenzeit kommt leider sehr wenig an der Schule an, vermutet wird, dass undichte Leitungen und „illegale“ Abnahmen für einen geringeren Durchfluss sorgen. Auf Anfrage, sagte uns Teodoro, dass das Komitee wohl streng dafür sorge, das dies eigentlich nicht geschehen kann. Jeder Nutzer muss sich beim Komitee anmelden. Trotzdem werden wir den Tank besuchen um Wassserproben zu nehmen. Auf Wunsch werden wir auch die Gegebenheiten aufnehmen um vielleicht eine Lösung für das Problem zu finden. Anschließend warteten wir mit Teodoro auf Juan für eine erste Besprechung zwecks unserer Vorhaben.  Marilu erstellte uns eine Liste mit Preisen für die Beschaffung von Betten und Möbeln. Diese werden wir besorgen, damit uns in der Zukunft auch internationale Ärzte in der Clinica unterstützen können. Da Marilu Vorsitzende des Vereines „Kaybal“ ist, legten wir gleich ein Treffen für eine Sitzung am Donnerstag, 15 Uhr fest. Dann besprechen wir Themen wie die Ausbildungsvorhaben (Studium, Führerschein) von Olga und Pati, wirtschaftliche Lage der Clinica, Akzeptanz der Clinica in der Bevölkerung und geplante Aktionen zur weiteren Integrierung der Clinica seitens der Bevölkerung, aber auch im Kooperationsvertrag mit Mirador festgehaltene Punkte. Geplant ist ebenfalls das Aufzeichnen kurzer Videos zur Erläuterung der Aufgabenfelder von Marilu, Olga und Patti hier in der Clinica. Der nach letzten Erkenntnissen scheinbar defekte Computer war bereits wieder voll verwendbar.Des Weiteren untersuchten wir bereits den Brunnen im Laubengang der Clinica. So schöpften wir Wasser aus dem Schacht, um zu sehen, wo sich der Wasserstand befindet, welche Wasserqualität vorhanden ist und wie schnell neues Grundwasser nachsickert. Nach ersten Erkenntnissen hat der Brunnen eine Tiefe von 9 Metern. Ein ständiger Grundwasserstand von zirka 80cm erneuerte sich nach Ausschöpfen um 30cm in 2 Stunden. Nach Teodoros Auskunft ist dieser Wasserstand auch in der Trockenzeit zu erwarten, jedoch erneuert sich dieser erheblich langsamer. Er legte uns nahe über eine Vertiefung des Brunnens nachzudenken. Nachdem Juan vom Einkauf für die Schule zurück kam, konnten wir ihm von der Hochschule Anhalt und Mirador viele Grüße ausrichten und stellten ihm und Teodoro unsere Vorhaben und Fragen vor. Ersichtlich erfreut zeigte er uns die Bereiche auf dem Grundstück der Schule, welche für eine Nutzung in Frage kommen würden. Auf eine Anfrage ob wir uns die Quellen der bisherigen Wasserversorgung anschauen und prüfen könnten, bot er uns einen Termin am kommenden Dienstag an. Ein Problem stellte aus seiner Sicht die Entsorgung der Schultoiletten dar. So wurde die bisherige Schultoilette durch einen Neubau ersetzt. Grund hierfür ist Aufnahmemenge der alten „Trockentoilette“. Da die Schuelerzahl stetig zunimmt, ist es den Lehrern und Angestellten nicht möglich diese regelmäßig zu warten. Der Neubau ist nun für 5 bis 6 Jahre konzipiert und müsste dann wieder abgerissen werden, um einen neuen Standort auszuheben. Die bisherige Grube wird dann wieder mit Erde „verschlossen“. Über eine Integrierung der Toilette in das Wasserprojekt steht Juan somit sehr aufgeschlossen gegenüber. Die Trockentoilette direkt an der Clinica ist bereits ausgelastet und laesst leider keine Vergrößerung zu.Die Beschädigung des Daches während eines Baumverschnittes wurde mit einer Beschichtung aus Bitumenkleber und einem dauerelastischen „Aufkleber“ ausreichend behoben. Die obere Schicht besteht aus Aluminium und schützt den Bitumenkleber vor UV-Strahlung und somit vor Porosität.  Aus meiner Sicht reicht dies aus, muss aber dennoch in längeren Abschnitten regelmäßig erneuert werden. Einen Austausch der betreffenden Dachbekleidung halte ich aus finanzieller Sicht für zu aufwändig, da zwar Regenspuren in der Clinica sichtbar sind, aber nach einem kuerzlichen und heftigen Regenschauer kein Wassereintritt zu verzeichnen war.

26.09.2013   Da wir von Juan für die Einkaufsrecherchen ein Auto gestellt bekommen haben, besorgten wir heute notwendige Einsatzmittel für die Ausführung der Wasserprobenmessungen. Um auch den Kindern eine Überraschung machen zu können kauften wir auf dem Markt je einen Sack Äpfel und Orangen, da Obst in der anliegenden Schule leider nur selten ausgegeben werden kann. Um 12 Uhr  war ein Skype Gespräch mit Theo und Carola geplant. Hier wurden die ersten Erkenntnisse mitgeteilt und weitere Hinweise ausgetauscht. Da wir die beiden über die Lage der Holzwerkstatt in Kenntnis gesetzt haben, werden wir nun auch Preisrecherchen über Dachrinnen und Zubehör durchführen, um gegebenfalls noch während unseres Aufenthaltes eine solche zu installieren. Später übergaben die Studenten der Hochschule mitgebrachte Schuhe, Malhefte und Stifte sowie kleine Naschereien aus Deutschland an Juan. Er weiß genau welche Schüler eine Unterstützung benötigen.a uns Juan vom Toilettenproblem erzählte, stellte Peter, ein Student der Hochschule Anhalt, ihm nun seine Vorstellungen einer Lösung vor. Diese sieht vor, eine Pflanzenkläranlage zu installieren. Mit Bildern und Know-how zeigten wir ihm bereits entstandene Projekte bei denen Pflanzenkläranlagen gebaut wurden. Nach längerem Gespräch, wurden Punkte wie Dimensionierung, Bewässerung, Pflanzenarten, Wartung und bauliche Bedingungen erläutert. Juan zeigte sich dieser innovativen Lösung gegenüber sehr interessiert. Er bot an, bereits im November und Dezember, wenn hier Schulferien sind, ersten Aushub für Zisternen oder Pflanzenbecken vorzunehmen. Die anfallende Erde würde unterstützenderweise gleich zur Nivellierung des Schulgeländes dringend benötigt. In der gerade endenden Regenzeit sind Abtragungen von Erdmaterial stark vorhanden.

27.09.2013   Nachdem wir uns eine Liste mit benötigten Dingen erstellt hatten, sind wir heute nach Quetzaltenango gefahren, um Preise zu recherchieren und erste Dinge einzukaufen. Zwei Studenten verblieben in der Clinica um ihre Untersuchungen vorzubereiten. Mit Marilu’s Möbelliste konnten wir uns nun ein Bild über günstige und teure Angebote machen. Ebenso kauften wir reinen Ethylalkohol für die Wasseruntersuchungsprozedur. Auch zwei Einzelbetten mit der Möglichkeit sie problemlos nebeneinander zu stellen haben wir nun schon für je 290 Quetzals gekauft. Da die Anreise nach Xela eine lange und aufregende ist, brauchten wir auch bis in den Abend hinein um wieder „heimzukehren“. Unterdessen übergab Juan in Begleitung seines stellvertretenden Schulleiters und der zwei Studenten die mitgebrachten Geschenke an die einzelnen Schüler, machten Bilder und bedankten sich.

28.09.2013   Heute hatten wir endlich die Gelegenheit erste Berechnungen durchzuführen, Geländevermessungen vorzunehmen, Berichte zu schreiben und eine Wasseranalyse des Brunnens an der Clinica zu starten. Ein Ergebnis werden wir wohl am Montag haben.

12.03.2013

Miradorianer in Guatemala

Hallo aus Guatemala mit den neusten Informationen!

Am Donnerstag fand in unserer Klinik in Chocruz der erste Gesundheitstag statt. Da sich unsere Klinik im Bergland von Gautemala befindet, gibt es hier kein flaechendeckendes Gesundheitsnetz. Vom Staat, beziehungsweise von ihm beauftragte Organisationen, richten sogenannte "Centro de Convergencia" ein. Dies sind einfache Lehmhuetten, in der eine Hilfskrankenschwester (ein Jahr Ausbildung) die Menschen versorgen sollen. Dies funktioniert leider nicht flaechendeckend und Notfaelle koennen nur schwer versorgt werden. Die fuer uns zustaenidge Organisation hat in Kooperation mit Mirador nun einen ersten Gesundheitstag in unserer Klinik durchgefuehrt. Neben unseren beiden Hebammen, der Verwalterin, unserer Aerztin Rayna und einer Kolligin von ihr, waren zwei Krankenschwestern, drei Hilfskrankenschwestern und ein Organisator in unserer Klinik in Chocruz, um die Menschen medizinisch zu versorgen. Der Andrang war enorm! Ueber 250 Erwachsene und 250 Kinder wurden versorgt!! Von acht Uhr morgens bis 18 Uhr am Abend wurden allgemeine Sprechstunden durchgefuehrt, Kinder zwischen 1 und 5 Jahren geimpft und Krebsvorsorgetests bei Frauen zwischen 10 und 54 Jahren durchgefuehrt. Die Miradorianer vor Ort haben unterstuetzt, wo sie konnten, vor allem bei der Medikamentenausgabe hatten sie alle Haende voll zu tun. Keiner der Beteiligten hatte mit diesem Andrang gerechnet! Das kann als absoluter Erfolg fuer unserer Projekt gewertet werden!

Gleich einen Tag spaeter wurde in Chocruz der Internationale Frauentag gefeiert; keine Selbstverstaendlichkeit an einem Ort, an dem die Frau nur an der Anzahl der lebend gebohrenen Kinder gewertet wird! Organisiert wurde der Tag von den Lehrern der Schule, die mit einem kleinen Programm durch den Tag fuehrten. Erst seit drei Jahren wird dieser Tag in Chocruz gefeiert, aber dieses Jahr waren bereits ueber 100 Frauen da! Leider waren keine Maenner anwesend, die den Vortrag zu den "Rechten der Frauen" gehoert haben. Franziska, die Frau des Dorfvorstehes, hat eine sehr emotionale Rede gehalten und die Frauen zu mehr Selbstbestimmung und Durchsetzungsvermoegen innerhalb ihrer Familien angehalten.

Samstag waren Norbert, Werner und Wolfgang zu Besuch in Chocruz. Sie sind Vorstand, medizinischer Koordinator und ehrenamtlicher Arzt des "Vereins zur Foerderung der Partnerschaft mit den Mujeres Mayas e.V." und derzeit in Guatemala bei ihrem Projekt in Comalapa. Schon im letzten Jahr haben wir uns getroffen (damals mit dem ehrenamtlich taetigen Arzt Helmuth Weiss), um ueber die Erfahrungen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit in Guatemala zu sprechen. Unsere beiden Hebammen Olga und Pati waren vor einem halben Jahr in Comalapa, um eine Einweisung in das Ultraschallgeraet zu bekommen, was die damals ehrenamtlich taetige Aerztin Claudia Humboldt durchgefuehrt hat. Vielen Dank an Euch fuer Eure Unterstuetzung und Ratschlaege!!

Am Sonntag wearen wir in Quetzaltenango und haben dort Dr. Ariadna Cifuentes und ihren Mann Otto getroffen. Dr. Ariadna hat uns in ihrer Funktion als Professorin der Universitaet in Quetzaltenango ihre besten Studentinnen empfohlen, die nun seit Eroeffnung der Klinik einmal pro Woche in Chocruz taetig sind!

Soviel erstmal von uns aus Guatemala. Viele Gruesse senden Euch Beeke, Josi, Sabine, Teo, Viki und Carola.

P.S.: Gern beantworten wir auch Fragen zu unseren Aktivitaeten! Schreibt uns an info(at)mirador-ev.org.

09.03.2013

Miradorianer in Guatemala

Liebe Mitglieder, Unterstuetzer und Freunde des Mirador e.V., seit einer Woche sind wir nun zu sechst in Guatemala und wollen Euch auf diesem Weg ueber unsere Arbeit vor Ort informieren.

Gleich als erstes haben wir natuerlich unsere Krankenstation besucht und uns mit unseren Hebammen Olga und Pati sowie unserer Verwalterin Marilu getroffen. Sie berichteten, dass die am Tag fuenf bis sieben Patienten die Klinik aufsuchen. Wenn die Aerztin immer Mittwochs da ist, kommen bis zu 15 Patienten.

Eine von uns durfte bei einer Untersuchung am letzten Mittwoch dabei sein. Die Patientinnen waren zwei Frauen. Eine junge Frau, die eine Tochter und einen Sohn hat und nun im achten Monat schwanger ist. Sie kam das erste Mal zur Vorsorgeuntersuchung, weil sie sich um das Baby sorgen machte. Als die Aerztin ihr nach der Untersuchung mitteilte, dass alles in Ordnung ist, war sie sehr erleichtert. Und als die Aerztin ihr dann noch sagte, dass ihr Kind vorraussichtlich um den 25. Maerz auf die Welt kommen wir, war sie sehr erstaunt, dass der voraussichtliche Geburtstag errechnet werden kann. Sie erzaehlte von ihren ersten beiden Geburten und schien sehr unsicher. Olga, eine unserer Hebammen nahm ein Lehrbuch zur Hand und erklaerte ihr anhand von Abbildungen, was bei der Geburt ablaufen wird. Sie war sehr erleichtert und dankbar.

Die zweite Patientin war die Mutter der ersten. Das Ultraschallgeraet, dass eine Spende der Firma Siemens war,kam zum EInsatz. Bei der Frau stellt die Aerztin eine Veraenderung an der Gebaermutter fest und empfahl ihr einen Arzt, der ihr weiter helfen konnte. Die Patientien sprach nur die Maya-Sprache Quiche; Olga und Pati uebersetzten, was die Aerztin anhand von Zeichnungen auf Spanisch erklaerte. Andere Patienten kamen mit Husten, Kopfschmerzen, Unterernaehrung etc.

Die meiste Zeit haben wir in der Klinik verbracht, um zu unterstuetzen und vor allem zu staunen! Wir haben aber auch den Direktor des Centro de Salud (Krankenhaus in Momostenango, 40 Autominuten von Chocruz entfernt) getroffen, um mit ihm ueber weitere Kooperationen zu sprechen. Zum Beispiel kann er in Notfaellen einen Krankenwagen nach Choruz senden, aber nur, wenn unsere Klinik das Benzin zahlen kann. Denn das Centro de Salud hat zwar einen Krankenwagen, aber keine Mittel fuer das Benzin.

Wir haben uns mit einem Anwalt getroffen, um die Vereinsgruendung in Guatemala vorzubereiten. Die Verantwortlichen in der Klinik benoetigen eine organisatorischen Rahmen, um Entscheidungen treffen zu koennen und gegenueber Partnern auftreten zu koennen. Olga, Pati, Marilu werden auf jeden Fall diesem Verein beiwohnen. Wer noch dabei sein wird, wollen wir in einem Workshop herausfinden, zu dem alle potentiellen Personen eingeladen werden. Dieser findet am 8. und am 11. Maerz statt.

Am Montag und Dienstag treffen wir uns in Guatemala-Stadt mit Vertretern der Deutschen Botschaft und der Universitaet. Die Botschaft hat die Klinik im letzten Jahr finanziell unterstuetzt und nun moechten wir von unserem Projektfortschritt berichten. Die Hochschule Anhalt, die massgeblich am Bau der Klinik beteiligt will, will mit der Universitaet in Guatemala eine Kooperation eingehen, bei der unsere Klinik ein erstes praktisches Projekt fuer die Studenten sein soll.

Am Mittwoch wird in Chocruz ein Treffen mit den traditionellen Hebammen in unserer Klinik stattfinden. Am Donnerstag findet der sogenannte Gesundheitstag statt und am Freitag startet dann der Workshop mit dem zukuenftigen guatemaltekischen Schwesternverein von Mirador.

Es bleibt spannend!! Bald gibt es mehr Infos und auch ein paar Fotos. Viele Gruesse aus Guate senden Euch Beeke, Josi, Sabine, Teo, Viky und Carola.

26.02.2013

Maribel in Guatemala - RADIOINTERVIEW

Flash ist Pflicht!
Radiointerview mp3

Am 24. Januar wurden wir eingeladen ein Interview im Lokalradio "Asunción" in Chocruz zu geben. Das Interview handelte von "Mirador" und war hauptsaechlich an die lokale Bevölkerung gerichtet. Wir erzaehlten wie Mirador gegründet wurde, welches Projekt wir in Chocruz verfolgen, und wer alles Teil des Projektes ist. Mit dabei waren Marilú, Olga und ich.  Paty musste in der Klinik bleiben und Giovanni (Arzt aus Dtl assistieren).  Ich sprach hauptsächlich über das Team in Deutschland und welche Arbeit wir für das Projekt verrichten. Olga sprach über ihre und Paty's Arbeit in der Klink, sowie ueber ihre Ausbildung zu Hebammen. Marilú sprach über all die Aufgaben, die sie erledigt und wie das Projekt in Chocruz laeuft. Am Ende des Gespraechs betonte ich nocheinmal wie toll das Team in Deutschland und Guatemala fuer das Projekt arbeitet. Zudem forderten wir die Zuhörer auf unsere Klinik zu besuchen und uns Vorschläge zu mach was und wie wir aus ihrer Sicht Dinge veraendern und verbessern koennen. Zuallerletzt wuenschten wir viele Gruesse von all unseren Freunden und Helfern in Deutschland und in Guatemala.

30.01.2013

Maribel in Guatemala

Hallo an alle,

nach einer zwanzigstündigen Reise von Cancún bis San Cristóbal de las Casas in Mexiko und weiteren 10 Stunden bis Xela schaffte ich es leider nicht bis zum 17.01. nach Chocruz, so wie ich es eigentlich geplant hatte.

Letztendlich kam ich am 18. Januar um 14 Uhr in Chocruz an. Pati und Marilú warteten schon seit 12:30 Uhr in Cuatro Caminos auf mich.

In der Klinik erwarteten mich ein paar leckere, typisch guatemaltekische Enchiladas, die rein gar nichts mit den mexikanischen Enchiladas zu tun haben.

Nachdem ich mich schon eine Weile mit Marilú über ihr Universitätsstudium unterhalten hatte, kam auch Olga dazu. Olga hat mich mit ihrer offenen und witzigen Art sehr beeindruckt. Ich hätte sie anfangs nicht so eingeschätzt.

Auch Juan kam noch hinzu und letztendlich unterhielten wir fünf uns angeregt über unsere Eindrücke und die vor uns liegenden Arbeit in der Notfall –und Geburtsstation.

Wie Olga und Pati mir schon erzählt hatten, kommen samstags leider wirklich keine Patienten in die Klinik. Das hat jedoch den Vorteil, dass die beiden sich möglicherweise in Zukunft am Wochenende weiterbilden könnten.

Am Sonntag war ich mit ihnen auf dem Markt von Momostenango. Ich war überwältigt von den vielen verschiedenen Farben in den Stoffen, Kleidern, Früchten und von der Vielfalt der Menschen.

Am Sonntag und den darauffolgenden Tagen hatten die drei Mädels ihre ersten Auto-Fahrstunden bei Juan. Pati und Olga können schon fast allein fahren, aber Marilú muss noch etwas üben. Wir müssen noch herausfinden, was sie machen müssen um die Fahrprüfung zu bestehen und um ihre Fahrerlaubnis zu beantragen.

Ich habe mich über die medizinischen Schulen in Xela informiert und mir scheint, dass die beste Wahl für die beiden Mädels eine private Universität wäre, die auch ein Wochenendstudium anbietet.

Am Dienstag kam Giovani an, ein Freund von mir, der aus El Salvador kommt und als Arzt in einem Leipziger Krankenhaus arbeitet.

Wie an jedem Mittwoch kam unsere Ärztin Frau Dr. Reyna am 23.1.in die Klinik und Giovani hielt nach einem guten Frühstück zusammen mit ihr eine Sprechstunden ab. Sie behandelten 14 Patienten, die sich mit Giovani sehr wohl fühlten.

Wir haben den Tag mit einer Runde Basketball mit den Mädchen aus der Schule beendet und hatten sehr viel Spaß dabei. Am Abend kochten wir ein typisch mexikanisches Abendessen bei Pati zu Hause. Ihre Familie war sehr lustig und wir fühlten uns die ganze Zeit über sehr willkommen.

Am Donnerstagmorgen war ich krank. Ich hatte Hals- und Gelenkschmerzen und mir war unglaublich kalt. Nachdem ich mit Olga und Pati ein paar Sachen geklärt hatte, legte ich mich für ein paar Stunden hin, doch dann weckte mich der Hunger wieder. Nach einem kleinen Mittagssnack gingen wir zu einem Interview bei dem lokalen Radiosender „Asunción“. Wir sprachen über Mirador, die Gründungsgeschichte und darüber, wie wir uns bisher weiterentwickelt haben. Natürlich haben wir Grüße an all unsere Freunde in Deutschland gesendet und auch an alle anderen, die uns bisher unterstützt haben.

Am Freitag sind wir zum ersten Mal mit Marilú und Juan nach Santa Cruz del Quiché gefahren, um die bestellten Medikamente abzuholen. Ab jetzt wird Marilú für die Bestellungen und deren Abholung verantwortlich sein.

Am Wochenende haben wir uns entschieden nach Panajachel zu fahren und mal ausnahmsweise nicht an die Arbeit zu denken. Wir hatten viel Spaß und waren in Santa Catarina und San Pedro am See Atitlán. Wir machten viele Fotos und waren total begeistert von der Handwerkskunst dort.

Ich bin jetzt in Antigua, wo ich Hanna und ihr Team kennengelernt habe. Von ihnen habe ich viele Ratschläge für unser Projekt bekommen.

Viele Grüße aus Antigua an alle,

Maribel

23.01.2013

Briefe von unseren beiden Hebammen

Brief von Olga

Brief von Pati

23.01.2013

Bericht unserer beiden Hebammen

Hallo an alle! Herzliche Grüße aus Chocruz, Momostenango.

Wir möchten euch gern berichten, was wir im Oktober, November und Dezember alles geschafft haben.

Ende September verließ uns leider unsere Ärztin Glenda Gramajo, weil sie sich in einem bestimmten Fachgebiet weiterbilden wollte. Unser Team vergrößerte sich durch Marilú Cutz als Verwalterin der Klinik seit dem 02.Oktober und durch Reyna Laparra als neue Ärztin seit dem 03.Oktober.

Als Teil der Betreuung unserer Patienten fahren wir mit der Behandlung der Mädchen mit Tuberkulose fort. Die Mädchen waren am 27. November zur Kontrolle im Krankenhaus „Rodolfo Robles“ in Quetzaltenango und es wurden Röntgenaufnahmen gemacht. Die Tests auf Tuberkulose fielen negativ aus, worüber wir uns sehr freuen. Die nächste Kontrolle ist am 28.01.2013.

Am 28.11.2012 hatten wir ein Treffen mit den sogenannten Comadronas, den traditionellen Hebammen der Region. Unsere Absicht war es, Ideen mit den Camadronas auszutauschen und sie davon zu überzeugen, mit uns zusammenzuarbeiten, damit die Behandlung der schwangeren Frauen verbessert und die Sterblichkeitsrate von Kindern und Müttern verringert werden kann.

In unserer Region gibt es ernsthafte Probleme bei Entbindungen, weil nicht genug auf die Gesundheit der werdenden Mütter geachtet wird. Wir raten den Patientinnen, ab den ersten Monaten der Schwangerschaft zu regelmäßigen Kontrollen zum Arzt zugehen. Die Comadronas könnten sich somit bei der Entbindung auf die Ergebnisse dieser Kontrollen stützen, weil derzeit lediglich eine Tastuntersuchung durchgeführt wird und wenn während der Geburt ein Notfall eintreten könnte, sollte die Familie das wissen und immer einen Plan B haben. (z.B. falls ein Transport in eine Klinik zur besseren Behandlung notwendig sein sollte).

Im Dezember hatten wegen der Feiertage am Jahresende nur wenige Patienten, doch wir hoffen, dass sich das Anfang 2013 ändert.

Wir wünschen Frohe Weihnachten und ein Gesundes Neues Jahr.

Eine dicke Umarmung sendet das gesamte Personal der Klinik Mirador, Chocruz, Momostenango.


Übersetzt von dem Original in Spanisch:


Hola a todos un cordial saludo desde Chocruz Momostenango.

Queremos contarle las actividades en los meses de octubre, noviembre y diciembre realizadas en la clínica Mirador.

Al finalizar septiembre tuvimos el lamentable deceso de la doctora Glenda Gramajo por cuestiones de estudio, al ingresar a una especialidad. Se añadieron a nuestro equipo de trabajo a Marilú Cutz con el cargo de administradora de la clínica la cual empezó el 2 de octubre y también Reyna Laparra como Doctora que fue recibida el 3 de octubre.

Como parte de la atención de nuestros pacientes seguimos con el tratamiento de las niñas con tuberculosis, las cuales fueron a su control el 27 de noviembre en el hospital Rodolfo Robles, de Quetzaltenango, se les realizaron radiografías control, las cuales fueron negativas a tuberculosis con lo cual nos sentimos muy contentas. El próximo control será llevado a cabo el día 28 de enero 2013.

El 28 de noviembre de 2012 tuvimos una reunión con las comadronas de la comunidad con la intención de compartir ideas y de unirse con la clínica para mejorar la atención hacia las mujeres embarazadas y reducir el índice de muerte materno- infantil.

En nuestra comunidad se viven serios problemas sobre los partos por la falta de interés por la salud materno-infantil, actualmente se aconseja a las pacientes la importancia de llevar un control desde los primeros meses de embarazo con un médico para que la comadrona tenga un respaldo al atender el parto ya que según ellas cuentan solo con un examen bimanual y en dicho momento la familia debe tener un PLAN B en caso de emergencia (por ejemplo en economía, transporte hacia un nivel de atención mayor).

En el mes de diciembre la afluencia de pacientes fue bajo por cuestiones de fiestas de fin de año, la cual esperamos que mejore para el inicio del próximo año.

Deseándoles a todos una Feliz navidad y un próspero año nuevo, con las bendiciones de nuestro. Un fuerte abrazo de todo el personal de la clínica el mirador, Chocruz, Momostenango.

28.11.2012

Treffen mit den Comadronas

An diesem Tag kamen die traditionellen Hebammen, die sog. Comadronas, mit der Absicht in die Krankenstation Renate Hänsler von Mirador in Chocruz, Ideen mit uns auszutauschen und mit uns zusammenzuarbeiten um die Behandlung der schwangeren Frauen zu verbessern sowie die Sterblichkeitsrate von Müttern und Kindern zu verringern.

In diesem Zusammentreffen sprachen wir mit den
Comadronas über die Anzeichen für eine Risikogeburt und wie sie damit umgehen. Sie erzählten uns außerdem, dass sie die Position des Kindes kennen müssen um das Kind entbinden zu können. Daher halten die Comadronas es auch für notwendig, dass die Frauen während der Schwangerschaft Vorsorgeuntersuchungen von einem Arzt oder Geburtshelfer durchführen lassen.

Die
Comadronas erzählten uns, dass es in unserer Region ernsthafte Probleme bei Entbindungen gibt, weil nicht genug auf die Gesundheit der Mütter und ihrer Babys geachtet wird. Sie raten ihren Patientinnen, ab den ersten Monaten ihrer Schwangerschaft zu regelmäßigen Kontrollen zu einem Arzt zugehen. Die Comadronas könnten sich somit bei der Entbindung auf die Ergebnisse dieser Kontrollen stützen, weil derzeit lediglich eine Tastuntersuchung durchgeführt wird und wenn während der Geburt ein Notfall eintreten könnte, sollte die Familie das wissen und immer einen Plan B haben, wenn es zum Beispiel um die Geldfrage geht und wie bzw. wohin die Patientin gebracht werden kann, falls ein Notfall eintritt.

Im Zusammenhang damit sind sie auch mit unserem Vorschlag einverstanden, die Untersuchungen in unserer Klinik vorzunehmen. Die
Comadronas werden mit ihren Patientinnen sprechen und versuchen sie zu überzeugen, dass sie zur Untersuchung in unsere Klinik zu kommen. Jedoch sind die Patientinnen nicht daran gewöhnt Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft durchführen zu lassen, was auch für die Comadronas bei der Entbindung von Vorteil ist. Daher sind sie sehr dankbar für die Unterstützung, die wir ihnen in der Klinik anbieten.

Die
Comadronas erkennen auch an, dass die Klinik ein großer Gewinn für unsere Region ist.

Unser Zusammentreffen war sehr positiv und wir denken, dass wir uns in nächster Zukunft nochmal treffen sollten, weil es sehr wichtig ist unsere Ideen und unser Wissen auszutauschen. Vielen Dank für dieses Projekt.


Übersetzt von dem Original in Spanisch:

En este día se presentaron las comadronas en la clínica Mirador Chocruz con la intención de compartir ideas y de unirse con la clínica para mejorar la atención hacia las mujeres embarazadas y reducir las muertes maternas infantiles.

En dicha reunión estuvimos hablando con las comadronas sobre los signos de peligro en el trabajo de parto y como ellas lo solucionan, también relataron q ellas que para poder atender el parto es necesario saber la posición del bebe y así mismo ellas ven la necesidad de que la mujer lleve un control prenatal ya sea en el centro de salud o en algún otro lugar donde haya un médico o alguna persona especializada en obstetricia.

Según ellas en nuestra comunidad se viven serios problemas sobre los partos porque las personas no se preocupan por la salud de la mujer y la del bebe, actualmente ellas aconsejan a sus pacientes que es importante llevar un control desde los primeros meses de embarazo con un médico para que la comadrona tenga un respaldo al atender el parto según el conocimiento de ellas es solo un examen bimanual y en el momento del parto las personas deben tener un PLAN B, como por ejemplo en economía, transporte y escoger un lugar donde ellos quieran llevar a la paciente por si se presentara una emergencia.

Hablando de estos temas ellas están de acuerdo con nuestra propuesta y que tienen que hablar con sus pacientes para lleven un control con nosotras en la clínica, ellas dijeron que trataran de convencer a sus pacientes porque la mayoría de las personas no acostumbran llevar control prenatal y eso les perjudica a ellas por eso están muy agradecidas con el apoyo que nosotros les vamos a brindar en la clínica.

También reconocen la importancia de la clínica, porque es un gran beneficio para las personas de nuestra comunidad y sus alrededores.

Dicha reunión estuvo muy bien, creemos que en un futuro realizaremos otra reunión ya que es muy importante para nosotras compartir ideas y conocimientos. Gracias por este proyecto.

26.09.2012

Miriams Blog: Eine Neue im Team

Ein letztes Mal: Hallo liebe Blogfans,

Nachdem die letzten 2 Wochen von einem normalen Klinikalltag ohne viel ereignisreichem bestimmt waren, ist umso mehr die letzten Tage passiert.

Seit ca 2 Wochen geben wir auch jeden Tag an zwei Maedchen der Schule ihre Tuberkulosemedikamente. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Centro de Salud in Momostengano, die uns jede Woche die Medikamente vorbei bringen.

Damit ihr euch ein bessere Vorstellung von unserem Alltag machen koennt, hier mal der ungefaehre Ablauf eines normalen Tages fuer uns: Die Klinik oeffnet um 8:00Uhr und zu allererst wird ueberall gefegt, gewischt und alles fuer die Patienten zurecht gemacht. Gegen 9:30Uhr kommen meist die ersten Patienten, die wir dann bis zur Mittagspause um 12:00Uhr nach und nach behandeln. Die Mittagspause dauert bis 14:00Uhr und danach ist erneut bis 17:00Uhr Sprechstunde, wobei meist ab ca. 16:00Uhr keine Patienten mehr kommen, so dass fuer uns Zeit bleibt, Sachen, die ueber den Tag liegen geblieben sind und Organisatorisches zu erledigen. So sehen also ungefaehr unsere Tage aus.

In Zukunft wird es auch eine Aenderung der Beschaeftigten geben. Am Dienstag habe ich zusammen mit dem Schuldirektor Juan Vorstellungsgespraeche gehalten, da wir jemanden gesucht haben, der die organisatorische und administrative Arbeit direkt vor Ort, also in Chocruz, uebernehmen kann. Dazu hat Juan ehemalige Schueler der Schule FUNIGA eingeladen, die fuer diesen Posten in Frage kommen. Letztendlich haben wir uns fuer Marilu entschieden. Sie ist gelernte Lehrerin, studiert am Wochenende weiter, damit sie auch aeltere Schueler unterrichten kann, und arbeitet im Moment in einem anderen Gesundheitsprojekt, so dass sie in diesem Bereich bereits Erfahrungen sammeln konnte. Sie wird mit ihren Erfahrungen das Team bestimmt bereichern.

Am selben Tag fand auch eine Versammlung der Eltern statt, bei der Olga und Pati einen Vortrag ueber Verhuetungsmittel gehalten haben. Obwohl die Menschen hier zu Beginn etwas skeptisch waren, wurden die Informationen mit einem grossen Interesse aufgenommen und auch viele Fragen gestellt.

In Zukunft werden die beiden in Zusammenarbeit mit der Schule auch Vortraege in den hoeheren Klassen ueber Geschlechtskrankheiten und Verhuetungsmethoden halten.

Die letzte Woche fand noch der alljaehrliche Schulausflug in Zusammenhang mit dem Unabhaengigkeitstag Guatemalas statt. Wir durften die Kinder und Lehrer als Erste-Hilfe-Team Richtung Puerto Quetzal am Pazifik begleiten. Nach einer sehr interessanten Hafenrundfahrt ging es zur Abkuehlung zu einer kleinen Schwimmbadanlage. Gegen Nachmittag sind wir dann alle weiter nach Puerto de San Jose gefahren, um dort am schwarzen Pazifikstrand im Meer zu baden. Es war ein sehr schoener Tag, alle hatten eine Menge Spass und ausser Tabletten gegen Reiseuebelkeit wurde keine Erste Hilfe benoetigt.

Mit diesem Blogeintrag verabschiede ich mich also von euch. Leider sind meine 2 Monate hier schon vorueber. Die Zeit hier verging einfach viel zu schnell. Ich habe hier ein paar sehr schoene und ereignisreiche Wochen verbracht, in denen mir die Menschen hier ans Herz gewachsen sind und ich wuensche allen hier alles Gute fuer die Zukunft.

Adios, eure Miriam

02.09.2012

Miriams Blog: Kleine und große Patienten

Hola amigos,

Hier melde ich mich mal wieder mit Neuigkeiten aus Chocruz.

Vor 2 Wochen haben wir ueberall in der Umgebung von Chocruz Plakate mit Informationen ueber die Klinik aufgehaengt, damit die Klinik bekannter wird. Daran und an der Tatsache, dass wir Medikamente haben, merkt man auch, dass immer mehr Patienten zu uns kommen.

Viele haben bedingt durch Parasiten, die man z.B. durch verunreinigtes Trinkwasser bekommt, Magen-Darm-Probleme. Da die Menschen hier aber normalerweise erst eine Weile warten, bis sie zum Arzt gehen, kommen viele mit verschiedenen Beschwerden. Somit muessen wir mit Hilfe eines detaillierten Patientengespraeches ersteinmal herausfinden, welche Beschwerden zu welchen Organen bzw Krankheiten gehoeren, um dann die richtigen Medikamente geben zu koennen. Insgesamt sind die Menschen hier aber sehr zufrieden und gluecklich, da wir ihnen helfen koennen und es um einiges guenstiger fuer sie ist.

Wir helfen aber nicht nur den “grossen” Patienten sondern auch den “kleinen”, die vor allem waehrend des Unterrichts zusammen mit ihren Lehrern kommen, da sie sich beim Spielen und Rumraeubern verletzt haben. Wir versorgen dann ihre kleinen oder auch mal groesseren Wunden. Um Wunden und Verletzungen versorgen zu koennen, war ich vor einigen Tagen zusammen mit unserer Aerztin Glenda in Xela unterwegs und wir haben das noetigste zum Reinigen von Wunden, Pflaster und Verbandsmaterial gekauft.

Ein grosses Highlight war bzw ist die Graduation unserer Aerztin. Nachdem sie das Medizinstudium abgeschlossen hatte, fehlte ihr bis zur Graduation noch die Verabschiedung ihrer Doktorarbeit. Am Donnerstag war der offizielle Akt in Xela. Zuerst musste sie einige Passagen aus ihrer Doktorarbeit vorlesen und bekam zur gesamten Arbeit einige Fragen gestellt, was sie sehr gut gemeistert hat. Zum Schluss wurde ihr von ihrer Patin, der Aerztin Ariadna de Cifuentes, die Robe der Universitaet angezogen und dann das Abschlusszeugnis ueberreicht. Es war alles sehr festlich.

Das war’s erst einmal wieder von mir aus.
Hasta pronto,
Miriam

16.08.2012

Miriams Blog: Herzliches Willkommen

Hallo liebe Blogfans,

Die naechsten Wochen werde ich, Miriam, euch von den Neuigkeiten und Geschehnissen rund um die Gesundheitsstation berichten. Ich bin Medizinstudentin und helfe beim weiteren Aufbau und bei der weiteren Organisation der Station vor Ort etwas mit.

Ich bin jetzt seit fast 2 Wochen hier in Chocruz und bin sehr herzlichen von allen hier aufgenommen worden. Als ich die Station das erste Mal gesehen habe, war ich sehr positiv ueberrascht. Die Klinik ist sehr schoen geworden und sieht sehr einladend und freundlich aus.

Am Tag meiner Ankunft kamen auch ein paar deutsche Aerzte zu Besuch, die eine Gesundheitsstation in Comalapa haben. Sie waren sehr von unserer Klinik begeistert. Ausserdem haben sie uns ein paar Medikamente geschenkt. Nochmal vielen Dank! Diese helfen uns sehr weiter.

Am Montag bin ich zusammen mit Amilcar und Olga nach Toto gefahren, um endlich die Medikamente zu kaufen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir naemlich leider nur einige Medikamentenproben und die Medikamente aus Comalapa. Jetzt koennen wir den Patienten nun auch viel besser helfen.

Heute Morgen haben wir unseren ersten Hausbesuch gemacht, da der Patient zu schwach war, um selbst in die Klinik zu kommen. Die Familienangehoerigen kamen zu uns in die Station, um uns um Hilfe zu bitten, da der Bruder zu Hause liegen wuerde und seit gestern Abend nichts mehr bei sich behalten koennte und somit schon sehr ausgetrocknet und schwach waere. Darauf sind Olga und ich mit allen noetigen Medikamenten zu ihrem Haus gefahren, um dem Patienten vor Ort zu helfen. Wir hoffen nun, dass es ihm bald wieder besser geht. Die Familie ist auch sehr dankbar, dass es jetzt die Klinik gibt und wir sofort kommen und helfen konnten.

Die naechsten Tage werden wir jetzt ueber die Gemeindevorsteher und mit Plakaten verkuenden, dass wir jetzt Medikamente haben. Hoffentlich kommen dann auch viel mehr Patienten, da im Moment noch sehr wenige kommen. Wir hoffen aber, dass das mit dem weiteren Bekanntwerden der Klinik noch viel mehr wird.

Insgesamt gibt es immer noch einiges zu tun und zu organisieren und ich hoffe, dass wir die naechsten Wochen ein ganzes Stueck voran kommen.

Damit verabschiede ich mich erst einmal.

Bis demnaechst, Miriam

16.06.2012

Jacobs Blog: Schlüssel übergeben

Liebe Blogfans!

Heute ist fuer mich ein besonderer Tag, den es ist mein letzter hier in Guatemala. Ich bin immernoch ueberwaeltigt von den Ereignissen der letzten Tage. Gestern, den 13.06.2012 haben wir in einen grossen festlichen Akt die Kliniksschlussel an die einheimische Bevoelkerung, unsere Hebammen Olga und Paty sowie an unsere Dr. Glenda uebergeben. Mit grossem Einsatz von Schuldirektor Juan, seinen Lehrern und Lehrerinnen haben wir die letzten Tage durchgearbeitet, um die Klinik fuer diesen Tag vorzubereiten. Die Raeume wurden gestrichen, ein grossteil des Equipments wurde angeschaft und installiert. Die Baustelle wurde aufgeloest und die Aussenanlagen geraeumt. Die Kinder haben extra Schulfrei bekommen und uns bei der Begruenung der Anlage geholfen. Alle haben angepackt und unsere Klink fuer diesen Festakt geschmueckt. Wir haben die Wasser- und Stromsystem getestet, es funtioniert bis auf ein paar Kleinigkeiten. Nun fehlt nur noch der Stromzaehler von der Stromgesellschaft.

Die Festlichkeiten waren von vielen Hoehepunkten gepraegt. Zur Begruessung gab es einige Ansprachen und Glueckwuensche von vielen Beteiligten, u. a. kamen alle Dorfvorsteher, Vertreter unserer Kooperationspartner, der Chefarzt vom oertlichen Krankenhaus, Aerztefreunde aus Comalapa und besonders wichtig viele Frauen und Kinder. Ich habe mich im Namen von Mirador fuer die tolle Zusammenarbeit bedankt und soll Gruesse an alle Helfer und Helferinnen nach Deutschland ueberbringen. Im zweiten Teil der Festlichkeiten haben wir die Tueren der Klinik geoeffnet und alle zu einer Besichtigung eingeladen. Neugierig haben gross und klein die Klinik bestaunt. Olga, Paty und Dr. Glenda haben die Funktionen der Raeume erklaert. Passend zum Thema Gesundheit gab es einen kleinen Fruchtcocktail fuer alle.

Am Nachmittag ereilte uns ein Notfall. Die Plazenta einer jungen Mutter wollte sich nach der Geburt nicht loesen. Nach den ersten notwenigen Erste-Hilfe-Maßnahmen wurde entschieden sie mit unserem Krankenfahrzeug ins nächste Krankenhaus zu fahren. Das zeigt, wie wichtig und notwendig unsere Arbeit vor Ort ist.

Nun verabschiede ich mich von euch und trete meine Heimreise an. Ich denke diese tollen Bilder sagen mehr als Worte.

Jacob

26.05.2012

Jcobs Blog: Kleines Fest

Buenas Dias Amigos!

Genau zu Beginn der Regenzeit haben wir es geschafft die wichtigsten Baumaßnahmen abzuschließen. Nun regnet es jeden Tag in Strömen. Die Straßen verwandeln sich in Flüsse und sind kaum mehr passierbar. Regelmäßig zur Nachmittagszeit steht das örtliche Leben still, trotzdem Arbeiten alle unvermindert weiter an unserem Projekt.

In einem großen Kraftakt haben wir die Betonplatte vor dem Gebäude gegossen, die Dusche gefliest und installiert, die Waschbecken angebracht, das Wassersystem installiert und vorübergehend die Tanks auf dem Toilettendach angebracht. Die Regenrinne wurde rechtzeitig vor dem ersten Schauer befestigt und ein kleines Regenwasserauffangsystem ist in Arbeit. Die Extreme Wasserknappheit, insbesondere in der Trockenzeit wird uns auch noch in Zukunft beschäftigen. Nächste Woche kommt das örtliche Stromunternehmen, um den Strom anzuschließen. Ein paar Restarbeiten sind noch offen und werden von den Einheimischen und mir übernommen.

Grund genug ein kleines Fest zu feiern. Die Arbeiter aus Antigua haben zusammen mit den Menschen aus Chocruz ein Schlachtfest zum Abschied organisiert. Für uns alle eine tolle Erfahrung, auch wenn das Schwein vom Nachbarn unterhalb der Klinik seinen Kopf herhalten musste. Die Frauen und Männer haben früh 5 Uhr angefangen das Schwein vorzubereiten. Gegen Mittag wurden die ersten Stücke verteilt. Wie immer standen die Kinder im Vordergrund und haben zuerst eine Portion bekommen. Nachdem alle satt vor sich her grinsten, haben wir eine große Tafel im Laubengang der Klinik errichtet, wo wir mit ca. 50 Menschen speisten. Es wurden einige Ansprachen gehalten und sogar Familienmitglieder der Arbeiter aus Antigua waren zu Gast. Ein schönes Fest!

Es steht noch viel Arbeit an. In den nächsten Wochen muss die Klinik eingerichtet werden. Die Außenanlagen müssen begrünt werden, der Zugang muss verbessert werden. Unsere Kooperation müssen aktiviert werden. Dafür eignet sich ein guatemaltekisches Sprichwort: Poco a poco!

Hasta Luego, Jacob

 

13.05.2012

Jacobs Blog: Besuch aus Deutschland

Hola Liebe Blogfans!

Endlich ist es soweit, es gibt viel zu berichten. Die letzten Wochen und Tage waren anstrengend und aufregend zu gleich. Wir hatten Besuch aus Deutschland gleich im Doppelpack. Diemo Hänsler, Freund und Helfer von unserem Partnerverein Aldea Laura hat uns für einige Tage in Chocruz besucht. Er ist von unserem Projekt begeistert und stand uns jederzeit tatkräftig beiseite. Schweren Herzens verlässt er nun Guatemala nach über 15 Jahren.

Weitere Höhepunkt war die Ankunft meiner Mutter Betty und unserer Freundin Edeltraut. Beide arbeiten jeweils als Ambulanzleiterin und Hebamme in Leipzig und Glauchau. Sie unterstützen uns als medizinische Berater mit ihrer langjährigen Berufserfahrung. In Zusammenarbeit mit Olga und Paty haben wir einen Einrichtungs- und Nutzungsplan erstellt. Auch sie hatten ganz besondere Geschenke mit im Gepäcke. Edeltraut hat mit viel Aufwand und Mühe zwei Hebammentaschen zusammengestellt, die sie nun an Olga und Paty übergeben hat. Betty hat einen ganzen Karton voll Kugelschreiber, Buntstifte, Blöcke und Zahnbürsten für die Eröffnung der Klinik mitgebracht. Ein großer Moment für alle! Olga und Paty haben sich sehr gefreut.

Der Bau ist nun fasst abgeschlossen. Der Boden ist verlegt, die Zwischendecke eingezogen, der Stromanschluss zur Straße steht. Die Klos sind fasst fertig gestellt, auf dem Dach wurden Wassertanks installiert, die an die Leitung der Schule angeschlossen wurden. Diese Wasserzufuhr ist lebenswichtig auch wenn für die Trockenzeit nicht ausreichend. Ende nächster Woche werden wir den Bau abschließen und die Funktionen testen. Um einen reibungslosen Übergang in die Einrichtung und spätere Nutzung zu gewähren habe ich mit Hilfe von Theodoro und Juan alle Hebammen der Region zu einem runden Tisch eingeladen. Das Treffen war ein voller Erfolg. Es sind fasst alle Hebammen der Region gekommen. Der Austausch zwischen allen war fantastisch. Olga und Paty haben von ihren Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr erzählt, die Hebammen von ihren in den umliegenden Dörfern. Außerdem gab es einen regen Austausch über die Arbeitsweise in Deutschland und hier in Chocruz. Zusätzlich hat unsere Ärztin Glenda, die uns ab Juni einmal die Woche unterstützen wird teilgenommen. Alle haben das Gebäude neugierig betrachtet. Am Ende wurde mit viel Zuspruch eine feste Zusammenarbeit zwischen uns und den Hebammen beschlossen.

Wir sind auf dem besten Weg!
Jacob

24.04.2012

Jacobs Blog: Studenten reisen ab

Buenas Dias Blogmaniacs!

Die
Zeit verfliegt und es gibt viele Neuigkeiten aus Chocruz. Nachdem Resi und Stefan nicht nur mit einem weinenden Auge die Heimreise angetreten haben, wird es mir eine Freude sein euch weiter auf dem laufenden zu halten.

Mit
einem kleinen, aber schlagkraeftigen Bautrupp bestehend aus 5 Studenten und 5 Einheimischen haben wir uns an die Restarbeiten gemacht. In den letzten drei Wochen wurde das Klodach fertiggestellt (was nun absolut erdebebensicher ist!), die Dachlattung fuer die Zwischendecke angebracht, der Laubengang geputzt und gemauert, die Elektrik verlegt, der Anschluss zur Strasse vorbereitet und die Arbeiten am Mauerwerk abgeschlossen. Unsere fleissige einheimische Maurertruppe hat die Raeume verputzt und angefangen den Boden zu verlegen. Zeitgleich hat unserMaestro de las ventanasdie Fenster und Tueren eingebaut. Diese Woche werden die Glasscheiben eingesetzt. Der letzte Trupp an Stundenten hat den Hammer nochmal richtig schwingen lassen und Chocruz vor 10 Tagen umringt von einer Kindertraube verlassen. Damit es zu keinen Verzoegerungen kommt fahre ich taeglich zwischen Chocruz, Momos und Xela hin und her um Material zu besorgen. Unser einheimischer Baumeister Mario bespricht mit mir den taeglichen Bedarf.

Erik, unser letzter studentischer Helfer verlaesst uns diese Woche. Nun heisst es Endspurt und fertig werden. Eine bessere Zukunft fuer die Kinder ist das was allen von uns am Herzen liegt und uns Kraft fuer die weiteren Aufgaben gibt.

Adios, bis bald!
Jacob

04.04.2012

Resis und Stefans Blog: Die letzte Dachpappe und Abschied nehmen

Hola liebe Blogfans.

Diesmal senden wir, Resi und Stefan, nicht live von der Baustelle, sondern aus 10000 Metern Höhe über dem Atlantik. Unsere 6 Wochen sind vorbei und wehmütig denken wir an diese wunderbare Zeit zurück. Unsere letzte Woche war noch einmal sehr interessant und ereignisreich. Es fing an, dass wir zum ersten Mal bei der Mama von Juan, dem Direktor von der „Aldea Laura“-Schule übernachtet haben. Und kaum waren wir da, schon haben wir uns gefragt, warum waren wir eigentlich nicht schon früher hier. Die Betten war gemütlich, es gab eine warme Dusche und das Essen der supersüßen Oma war herausragend und vor allem einheimisch. Es gab Tortillas (es gab immer Tortillas) mit Kohlrabi und Salsa. Am Samstagmorgen sind wir dann nach einem üppigen Frühstück (es gab Nudelsuppe mit Tortillas und Salsa) zur Baustelle gelaufen. Es war herrliches Wetter und deshalb war der 30 minütige Marsch eine Wohltat für das Auge (denn die Landschaft ist herrlich) und keine für die Beine (Steigungen von ca. 70% sind für Deutsche aus der Tieflandsebene nicht ohne, insbesondere auf 2900m Höhe). Auch am Samstag und Sonntag war eine kleine Gruppe von uns fleißig, denn wir wollten das Dach bis zur unserer Abreise fertig haben. Es wurde also weiter geschraubt und das mit großem Erfolg. Zu dritt haben wir dann in der Schule geschlafen und zwar im Schlafzimmer von Rolando (Rolando ist Schüler und Sportlehrer an der Schule), der so freundlich war und es uns überlassen hat.

Nun sind die letzten 3 Tage angebrochen. Am Montag kam Amilcar vorbei und im Gepäck hatte er 5 guatemaltekische Facharbeiter, die uns von da an helfen werden das Gebäude fertigzustellen. Ihre Aufgabe ist es nun, den Außen-und Innenputz, den Boden und die Außenanlage mithilfe von unseren letzten 5 Studenten und Jacob fertigzubauen. Nun ist es Mittwoch und der Tag, den niemand von uns herbeigesehnt hat, ist nun da. Nun hieß es, die letzte Dachplatte aufs Dach zu schwingen und Abschied zu nehmen. Abschied von der Baustelle, die 6 Wochen lang Dreh-und Angelpunkt war und Abschied zu nehmen von den Kindern, die sicherlich bei manchen von uns frühzeitige Elternwünsche entfacht haben und vor allem einen Platz in unseren Erinnerungen inne haben werden.

In diesem Sinne sagen eure fleißigen Berichterstatter "Adios" und wir übergeben nun an Jacob, der euch weiterhin auf dem Laufenden halten wird.

Resi und Stefan

Neuste Bilder vom Bau

22.03.2012

Resis und Stefans Blog: Mehr Fruchtzwerge

Hola liebe Blogfans,

nun ist es wieder Zeit für die aktuellen News von der Baustelle. Ihre Berichterstatter sind wieder Resi und Stefan.

Unsere vorletzte Woche ist angebrochen und der einstige Rohbau mausert sich langsam zur fertigen Krankenstation. Das Dach wird diese Woche noch fertig, die Trockentoiletten nehmen ihre Formen an und wenn Resi mehr Fruchtzwerge gegessen hätte, wäre sie mit dem Unterputz schon fertig.

Die letzten Tage waren besonders schön, da wir immer wieder von den Kids aus der Schule besucht wurden. Sie haben uns Blumen geschenkt und uns immer wieder mit kleinen Taten geholfen und das wichtigste- sie haben uns immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Adios, bis zum nächsten Blog
Resi und Stefan


18.03.2012

Resis und Stefans Blog: Schubkarrenrekord

Hola liebe Blogfans.

Hier sind Resi und Stefan live von der Baustelle. Wir wollen euch an den aktuellen Geschehnissen vor Ort teilhaben lassen…auf geht’s:

In den letzten Tagen haben wir viel geschafft. Der obere Ringanker ist gegossen, die ersten Dachbalken liegen, der Außenputz wurde angebracht, Wasser- und Abwasserleitungen verlegt und der Unterbeton ist drin. Das bedeutete auch an einigen Tagen bis in die Dunkelheit zu arbeiten. Zwei kleine Baustrahler erhellten uns die nötigen Quadratmeter.

Paulas Rekord von 40 Schubkarren am Tag wurde von der Power-Josi übertroffen. 50 Schubkarren füllte sie oben an der Straße mit Selecto und schob sie sicher bergab zur Baustelle. RESPECT!!!!!

Die Küchenfeen, Johanna und Gretel, beköstigen uns weiterhin auf höchstem Niveau und sorgen dafür, dass die Motivation der fleißigen Arbeiter nicht schwindet. Ab sofort sogar in hübschen guatemaltekischen Outfits.

Die Kinder aus dem Dorf begrüßen uns immer noch jeden Morgen und rufen freudig „Gringo“ obwohl wir ihnen immer sagen, dass wir aus „Alemania“ sind. Die Einheimischen, Carlos und Acilinio, sind uns auch eine sehr große Hilfe und immer die ersten auf der Baustelle.

Den Abend  bevor Paula und Marc am 9. März abgeflogen sind, haben wir (Carola, Resi, Paula und Marc) uns mit Josi und Jose in Antigua getroffen um ihr Proposal zu besprechen.  Sie haben uns viele wichtige Hinweise geben können; besonders zur Organisation, Finanzierung und Nachhaltigkeit der Klinik.

Es ist kaum zu glauben, dass ein Großteil von uns in zwei Wochen schon wieder auf dem Rückweg nach Deutschland ist. Die Zeit ging viel zu schnell um. Wir würden gern noch länger bleiben. Aber vielleicht können wir ja bald wieder kommen.

Adios, bis zum nächsten Blog
Resi und Stefan

04.03.2012

Paulas Blog: Richtfest in Chocruz

einen eigenen blogeintrag will ich ueber den tag von unserem „richt- und dankesfest“ schreiben. organisiert wurde er von der gemeinde, amilica und natuerlich auch von uns. morgens um sieben ging es schon mit dem lkw hoch nach chocruz. mir kam es schon da vor, als wuerde eine spannung in der luft liegen. vor der schreinerei wurden schon seit 12 uhr nachts zwei riesengroße spanschweine gegrillt. luftballons wurden aufgeblasen, das gelaende geschmueckt, auf dem sportplatz der gottesdienst vorbereitet… nach und nach trudelten immer mehr menschen ein. viele einheimische, die die spanschweine bewundert haben, aber auch andere von uns eingelandene gaeste, wie der deutsche vize-botschafter michael fabri, ariadna cifuentes, die aerztin und josi und jose von wings. unsere besonderen ehrengaeste waren unsere olga und patty, die ihre zukuenftige krankenstation in augenschein genommen haben.

um elf uhr, nach einer fuehrung durch die krankenstation und die schule, begann der festliche teil. es ist sehr schwer die richtigen worte fuer diesen wunderbaren tag zu finden. gestartet wurde mit einer messe. die messe fand auf dem sportplatz statt, hierfuer wurde extra eine große plane gespannt, hoch genug fuer die kleinen idigenas, aber oft zu klein fuer die großen unter uns, sodass wir mit dem kopf, sobald wir standen, in einem blauen deckenhimmel waren. bei jedem windstoss wurde die plane hoch und runter gedrueckt und ich hatte manchmal angst, dass die schnur reisst. :-) zum ende hin wurde unsere krankenstation von dem priester geweiht. kein raum wurde vergessen; fuer die glaeubige dorfgemeinschaft sicher ein wichtiger bestandteil und auch ich fand es sehr schoen. anschliessend wurden viele reden gehalten; angefangen vom dorfvorsteher theodoro. leider waren die meisten reden auf spanisch, sodass ich wenig davon verstanden habe. aber die emotionen, die gezeigt wurden, waren auch ohne worte zu verstehen. die dankbarkeit und freude ueber die krankenstation war mit beiden haenden greifbar. es folgten weitere reden vom deutschen vize-botschafter, dem schulleiter, der hochschule anhalt, einer abordnung aus momostenango und auch von uns miradorianern. besonders schoen war die rede von amilca, der auf die wichtigkeit der krankenstation fuer die kinder eingegangen ist. die kinder, die die zukunft der dorfgemeinschaft bestimmen.

nach den reden gab es dann leckeres essen, alles ging sehr geordnet ab, was bei ca. 300-400 menschen nicht immer gewaehrleistet ist. erst kamen die kleinsten kinder und am schluss die erwachsenen. ohne murren und meckern wurde dies hingenommen.

zwischendurch lernten wir unsere zukuenftige aerztin der krankenstation kennen. sie wurde von ariadna ausgebildet und ist ihre beste studentin. auch paty und olga lernten sie kennen. es ist wichtig, dass sie miteinander auskommen, um zusammen die krankenstation zu leiten.

nachdem alle essen bekommen haben und die schweine fast ganz verschwunden sind, wurde noch das finale und das spiel um platz drei von unserem fussballtunier gespielt. die vorrunden fanden schon waehrend der woche statt. wir miradorianer sind dort leider schon ausgeschieden. von der deutschen botschaft hatten wir geschenke bekommen (baelle und trikots), die als preise verwendet wurden. die kinder haben sich darueber sehr gefreut! organisiert wurde das fussballtunier von unserem stefan, der dies super hinbekommen hat!! das spielen hat allen sehr spass gemacht und es war schoen, dadurch noch mehr kontakt zu den kindern und der schule zu bekommen!

das fussballtunier war auch der letzte offizielle teil des tages, anschliessend half jeder noch aufzuraeumen. speziell die kleinen kinder halfen mir sehr und es war ein richtiger wettstreit, wer muell findet und es mir bringt.

zusammenfassend war dies einer meiner schoensten tage! ich bin gluecklich und dankbar dabei gewesen zu sein. wir helfen den menschen mit der krankenstation, aber wir bekommen durch ihr verhalten, das miteinander… soviel zurueck!!! der tag verdeutlichte, warum wir dies machen und gibt viel motivation fuer die doch sehr anstrengende arbeit! ein dankeschoen an alle, die dies moeglich gemacht haben, an euch spender, an die vereinsmitglieder, amilca, diemo und renate haenssler, die studenten der hochschule anhalt und rhein-waal und an die dorfgemeinschaft, von der wir so große unterstuetzung bekommen.


03.03.2012

Paulas Blog: Unsere Arbeitswoche

hola! Hier ein einblick in unsere arbeitswoche die ich in chocruz verbracht habe. johanna, unsere kuechenfee schafft es, dass es schon morgens um sieben uhr ein tolles fruehstùeck gibt! einmal gab es milchreis, ein anderes mal armer ritter!! super! so faengt man den tag gleich gestaerkt an. diese staerke braucht man auch, da unser einer pickup nicht sehr zuverlaessig im starten ist, sodass es jetzt schon ein paar mal vorkam, das wir ihn morgens angeschoben haben. sofern also der pickup anspringt und alle puenktlich sind, geht es um acht uhr los richtung chocruz. in chocruz angekommen warten meistens schon ein paar einheimische arbeiter auf uns und nach einer kurzen lagebesprechung und aufgabenzuweisung geht es los an die arbeit! die meisten von uns sind auch sehr motiviert dabei!

nach einem leckeren mittagessen, gekocht meist von johanna, richel und gretel, in der schulkueche gibt es eine kurze pause bis es dann der zweite teil des arbeitstages beginnt. gegen fuenf uhr abends (manchmal aber auch bis acht uhr) geht es zurueck nach momostenange zum hotel. Auch da wird wieder lecker fuer uns gekocht. an gutem essen fehlt es uns auf alle faelle nicht!

ungefaehr so sieht hier ein normaler arbeitstag aus! Aber meistens kommt irgendetwas unerwartetes dazwischen und flexibles arbeiten ist angesagt. 

mittlerweile verstehe ich auch schon die meisten begriffe auf der baustelle. am anfang brachte ich noch u-schalen, obwohl maurersteine verlangt wurden.  wenn ich wieder in deutschland bin kann ich mich fuer eine stelle bewerben. in der hoehe und meistens auch in einer hitze ist die arbeit sehr anstrengend. die ersten tage hatte ich einen starken muskelkater und einen noch staerkeren sonnenbrand. mittlerweile habe ich beide sachen ueberwunden. ich habe großen respekt vor den studenten und allen mitarbeitern, die diese arbeit jeden tag machen!

angeleitet werden wir von dirk. dirk ist bauleiter und studiert nebenher architektur. fuer uns miradorianer ist er einer der groessten gluecksfaelle, die wir haben! ohne dirk wuerde es auf der baustelle ganz anders aussehen. er koodiniert, leitet und motiviert uns alle sehr gut, auch wenn er es oft nicht einfach hat!! ein ganz großes dankeschoen an dirkules und an alle fleissigen studenten!


23.02.2012

Paulas Blog: Bauen und Fußball

Hola!

Bevor es morgen für drei Tage in den Urlaub geht, gibt es noch einen blogeintrag von mir. Am Montag ging es mit dem chickenbus (wird von den einheimischen so genannt, da man wie die hühner auf einer stange sitzt) vier stunden richtung chocruz. Von unserem Hotel in momostenango nach chocruz sind wir ausversehen in einen kanevalsumzug hineingekommen. Wir waren für eine kurze Zeit die Baummeister in dem karnevalsumzug :-) . In chocruz angekommen waren wir sehr überrascht wie weit der bau schon fortgeschritten war. Die wände waren schon ca. 2,20m hoch. Ein paar stunden durften wir noch mit arbeiten. Nach der arbeit fand noch für die männer ein kleines fussballtunier gegen die einheimischen statt und wir frauen haben uns im basketball versucht. Am anfang dachten wir, wir hätten ein einfaches spiel gegen die indigenen frauen, da sie fast zwei köpfen kleiner sind, aber wir wurden schnell eines besseren belehrt. Die frauen waren so flink und haben uns gnadenlos abgezockt :-). Anschließend haben wir noch mit den kindern gespielt. Die mädchen haben alle auf ca. 6-7 jahre geschätzt, sie waren aber schon 10 jahre alt. In diesen momenten zeigt sich die fehl- und unterernährung deutlich.  Das spielen hat uns allen sehr spaß gemacht! Und hat genug zeit herausgeholt, sodass eine gruppe eine kleine nach-geburtstags- überraschungsfeier für carola vorbereiten konnten.

Am Dienstag ging es richtung quetzaltenango. Nach einer schrecklichen fahrt im riesenrad, das wie ich danach gesehen habe nur auf backsteinen aufgebaut war und von einem automotor betrieben wurde, der lange gebraucht hat bis er angesprungen ist, trafen wir uns mit zwei amerikanern. Roger und Vicky bauen zur zeit auch ein krankenhaus in der nähe xelas. Von ihnen bekamen wir einen wichtigen kontakt zu einem apotheker, den wir am nächsten tag trafen. Abends hatten wir noch ein treffen mit ariedna. Ariedna ist eine erfolgreiche ärztin, die wir schon letztes jahr bei der vorortrecherche getroffen haben. Schon damals konnte sie uns sehr helfen. Auch dieses jahr war dieses treffen sehr gut für mirador. Durch sie bekommen wir ziemlich sicher eine sehr gute ärztin, die ein oder zwei tage in der woche in unserer krankenstation arbeiten wird. Auch will sie uns ihre guten medizinstudenten schicken, die ein praktikum absolvieren müssen. 

Am nächsten morgen ging es mit dem chickenbus richtung santa cruz. Die busfahrt war sehr abenteuerlich. Viele kurven und starke steigungen, die es bei uns niemals geben würde. Nicht alle von unserer gruppe haben diese fahrt gut vertragen ;). In santa cruz trafen wir uns mit dem apotheker, der der chef eines verbundes von sozialen organisationen ist. Über ihn bekommen wir ab sofort medikamente. Ein teil davon wurden gespendet und kosten uns nichts und den anderen teil werden wir für einen sehr günstigen preis bekommen. Sogar der transport nach chocruz wird von dem verein gestellt. Dieser kontakt war für uns ein riesiges geschenk. Innerhalb von zwei tagen konnten wir zwei wichtige fragen klären und können jetzt beruhigt für drei  tage in den urlaub fahren. Aber auch die nächsten wochen muss noch viel organisiert werden. Vor allem da am 4. März ein richtfest stattfinden wird. Als dankeschön für die studenten, für die dorfbewohner, die kräftig mit angepackt haben. Zu diesem fest werden auch viele wichtige kontakte kommen und sich unser projekt anschauen. Es wartet viel arbeit da auf uns!!

Für die nächsten paar tage verabschiede ich mich und wünsche allen ein tolles wochenende!

Adios paula

19.02.2012

Paulas Blog: Fortschritte im Guate-Projekt

Hola!

Am Donnerstag gab es ein großes geburtstagsfrühstück für carola! Mit einer leckeren schokoladentorte und frischen brötchen… aber auch für geburtstage haben wir momentan nicht viel zeit. Gleich nach dem frühstück ging es los nach guatemala city in die deutsche botschaft. Dort trafen wir uns mit einem konsul und konnten unser projekt vorstellen. Wir bekamen gute ratschläge was mögliche finanzierungsquellen anging und einen wichtigen kontakt zu einer weiteren deutschen organisation. Auch die Einladung zu unserem Richtfest am 4. März wurde gerne entgegengenommen. Nach einem Tag in guatemalcity und dem smog, der in dieser stadt herrscht, kann ein wochenende in san pedro einem nur gut tun. Mittags und abends kamen jeweils zwei weitere studenten an und wir beendeten carolas geburtstag würdig, mit einer pizza mit deutscher wurst von amilca. Freitag kamen weitere sechs studenten an, somit sind jetzt bis auf zwei alle gut und sicher in guatemala gelandet und haben sich gut eingelebt. Mit 12 personen im haus ist dieses jetzt auch gut ausgelastet (vorallem da wir nur eine funktionstüchtige dusche haben :-) )

Samstag machten wir uns auf den weg zu der anderen deutschen organisation, deren kontakt wir von der deutschen botschaft bekommen haben. Zum glück wurden wir noch von josi und josé von wings begleitet, die auch ein auto zur verfügung hatten. Ohne dieses auto, nur auf die lokalen busse angewiesen, hätten wir wohl stunden gebraucht, bis wir dort angekommen wären. Mit dem auto ging dies bedeutend schneller und wir wurden vor ort schon erwartet. Die organisation ist schon seit 14 jahren vor ort tätig und hat wie wir eine krankenstation aufgebaut. Hier arbeitet immer ein deutscher arzt für ein halbes oder ganzes jahr ehrenamtlich. Zusätzlich arbeitet die organisation mit einer guatemaltekischen hebammenorganisation zusammen. Die gespräche mit dem arzt und den hebammen waren sehr aufschlussreich und wir denken, dass wir von ihren erfahrungen profitieren können und mögliche kooperationen entstehen können.

Nach vielen meetings mit verschiedenen organisationen war heute unser erster freier tag. Früh morgens um sechs ging es los mit einem kleinen bus zum vulkan pakaya. Wir mussten eine gute strecke zu fuss zurücklegen, bevor wir auf einem magmafeld angekommen sind. Leider durften wir nicht höher, da der vulkan zu unruhig war die letzten tage. Der letzte ausbruch ist erst zwei jahre her. Auf diesem feld konnten wir in ein paar löchern marshmallows grillen und da dies so gut geklappt hat, kamen unsere sandwiches gleich darauf auf den grill. Mitten auf einem vulkan konnten wir somit gegrillte sandwiches zum frühstück essen. Der ausblick, der aufstieg, das ganze erleben von dieser tour hat sehr spaß gemacht, war aber auch ganz schön anstrengend, sodass auf der rückfahrt viele im bus eingeschlafen sind. Während die eine Gruppe den vulkan bestiegen, haben marc und carola fleissig die vergangene woche aufgearbeitet, sodass wir ohne altlasten in die nächste woche starten können.

Morgen ist dann auch für die neu gelandeten studenten die eingewöhnungsphase vorbei und wir werden uns wieder richtung chocruz begeben. Da wir diesmal zu viele sind für den pickup, werden wir in zwei gruppen reisen. Eine kleine gruppe + das gepäck im pickup und die zweite gruppe mit lokalen bussen. Die reise mit den lokalen bussen wird sicher wieder ein abenteuer werden und wir hoffen, dass wir die richtigen haltestellen finden werden zum umsteigen. (was hier gar nicht so einfach ist, da es nicht wie in deutschland gut erkennbare haltestellen gibt mit angaben, welche busse hier jeweils fahren.)

Nächste woche steht wieder viel arbeit vor der tür. Ärzte werden getroffen, andere organisationen, von denen möglicherweise medikamente bezogen werden können, universitäten… viel zu tun für das organisationsteam. Von dem bau und dem fortschritt, der diese woche sicher stattgefunden hat sowie von den anstehenden meetings werde ich nächste woche erzählen.

Als letztes will ich noch kurz von amilcar erzählen. Amilcar wird unser projektkoordinator  vor ort werden. Schon jetzt ist sein engagement und die hilfe für unseren verein riesig groß. Neben seiner anderen arbeit ist er 100% für mirador da. Vor dieser courage bin ich tief beeindruckt! Amilcar wird für unseren verein und das gelingen unseres projektes alles tun, was er kann und das macht ihn zum besten projektkoordinator, den wir uns für unser projekt wünschen können!!!

Adios!
Paula

15.02.2012

Paulas Blog: Treffen mit Hannah, Olga und Pati von Manos Abiertas

hola! mein name ist paula und ich bin seit über einem jahr mitglied bei mirador. die nächsten wochen, in denen ich in guatemala bin, werde ich hier immer wieder von meinen erlebnissen, erfahrungen und eindrücke erzählen. Seit donnerstag (9.2.12) bin ich in guatemala. die ersten paar tage haben wir in san pedro, in der nähe von guatemala verbracht. Schon in den ersten tagen, hatten wir gespräche mit anderen organisationen, mit denen wir kooperationen schließen wollen. am montag früh morgens ging es dann zu 11 in einem jeep richtung chocruz, 5 saßen im auto und der rest, hat auf der ladefläche plus gepäck platz genommen.. am anfang war es ganz schön kalt und wir hatten ein richtiges bettenlager über uns.. aber sobald hier die sonne scheint, ist es richtig warm, fast heiß und man muss wegen der höhensonne richtig aufpassen. das letzte stück nach chocruz ist eine einzige huckelpiste und wir mussten uns ganz schön festhalten. in chocruz angekommen war ich natürlich riesig gespannt auf das dorf, die menschen und unser projekt! schon auf dem weg nach chocruz wurden wir von allen seitengegrüßt und es wurde gewunken, ich kam mir richtig willkommen vor und das die leute sich freuen uns zu sehen.das projekt läuft super, als wir ankamen, waren die mauern schon bis ca 1,20 hoch gebaut und die studenten fleissig am arbeiten. neben den studenten  waren noch einheimische mit am arbeiten und das ehrenamtlich. ohne das man sie fragen muss stehen sie da und helfen, da sind frauen, die helfen wasser aus dem fluss für den bau zu holen bis hin zum ältestenrat (die chefs im dorf) die kies in schubkarren transportieren... ich wurde so sehr in unserem gefühl bestätigt, das wir die richtige entscheidung mit diesem dorf getroffen haben. die menschen wollen die krankenstation und helfen dafür kräftig mit! das ist für uns alle eine große bestätigung und eine noch größere motivation das projekt perfekt zu bauen und anschließend den betrieb zu gewährleisten.am dienstag morgen habe ich am vormittag auf dem bau geholfen, bevor es dann dienstag nachmittag wieder zurück nach san pedro ging. diesmal war die fahrt mit dem pickup  richtig angenehm. vier waren im pickup und zwei draußen. besonders schön war es, als wir mit dem auto DURCH die wolken gefahren sind (von 2800meter wieder runter auf 1500meter).heute am mittwoch, haben wir uns mit olga und patty getroffen. olga und patty sind zwei junge frauen aus dem dorf chocruz, die momentan als hebammen für unser projekt ausgebildet werden. Es war super zu sehen, wie sie in ihrer Ausbildung aufgehen, viel selbstbewusstsein sammeln und genau wissen, was

sie wollen. auch hannah die hebammen und sandra eine ärztin, die die beiden ausbilden, waren sehr begeistert von ihren fortschritten und wollen eigentlich gar nicht, das sie bald in chocruz arbeiten, da sie ihnen viel arbeit abnehmen. olga und patty sind bei sandra und hannah in den besten händen und wir können sicher sein, das sie eine gute und für den ort angepasste ausbildung bekommen.

das war es erstmal von mir,
adios und bis zum nächsten mal.
paula

Treffen mit Hannah, Olga und Pati von Manos Abiertas

14.02.2012

Fortschritte beim Bau der Ambulanz

Parallel zum Bau der Krankenstation sind wir, Paula, Marc und Carola vom Mirador e.V. unterwegs, um den reibungslosen Betrieb der Krankenstation ab Mai 2012 vorzubereiten. Wir werden in den kommenden Wochen unsere Hebammenschuelerinnen treffen, mit Aerzten und Krankenschwestern sprechen, mit Medikamentenliferanten verhandlen und uns mit Universitaeten, der Botschaft und anderen vor Ort taetigen Hilfsorganisationen austauschen.

09.02.2012

Fortschritte beim Bau der Ambulanz

Weitere Studenten der Hochschule Anhalt sind am 6. Februar in Chocruz angekommen. Das Bauen geht sehr gut voran. Der Grundriss des Gebaeudes ist schon zu erkennen, denn die Mauern sind bereits 1,20 hoch. Parallel zu den Maurerarbeiten wird der Bau der Trockentoiletten vorbereitet und die Holzarbeiten laufen an, Fensterrahmen und Glas werden bestellt und die Dachkonstruktion wird vorbereitet. Die Studenten werden dabei von den Einheimischen unterstuetzt: die Maenner helfen auf der Baustelle, die Frauen tragen das fuer den Bau benoetogte Wasser von dem 300 Meter entfernten Fluss Liter für Liter auf die Baustelle. In de kommenden Tagen findet eine Versammlung mit den Einheimischen statt und sie bekommen eine erste Fuehrung durch ihrer zukuenftige Ambulanz.

28.01.2012

Fortschritte beim Bau der Ambulanz

Das Fundament ist gegossen!

Die zweite Woche in Guatemala neigt sich dem Ende entgegen. Am Montag den 23. Januar haben wir begonnen die Fundamente auszuheben. Zusammen mit unseren 4 Arbeitern und ca. 10 freiwilligen der Gemeinde Chocruz, konnten wir die Erdarbeiten innerhalb von zwei Tagen abschließen. Parallel wurde begonnen die Bewehrungskörbe für die Horizontal- und Vertikalbewehrung zu knüpfen. Es ist erstaunlich welche Massen bewegt werden können wenn viele Hände helfen. Für das Ausschachten haben wir gerade mal 1,5 Tage gebraucht. Für das Knüpfen der Bewehrungskörbe, immerhin knapp 2000m Stahl, knapp 3 Tage. Am Donnerstag den 26. Januar  konnten wir bereits mit dem Betonieren der Streifenfundamente beginnen. Am Freitag den 27. Januar waren wir gegen Mittag mit allen Arbeiten fertig und hatten unser sportliches Ziel erreicht.
Mario, einer unserer guatemaltekischen Arbeiter besitzt sehr viel Erfahrung und hat uns über das erdbebensichere Bauen viele nützliche Tipps geben können. Am Ende zählt nur eins, Stahl, Stahl und nochmals Stahl. Alles miteinander verbunden heißt dann in Guatemala erdbebensicher. So wird auch unser Gebäude. Einige kleine Modifizierungen am Grundriss haben wir auch schon vorgenommen.

Jetzt erholen wir uns gerade am Lago de Atitlan von einer recht arbeitsintensiven Woche. Am Montag den 30. Januar starten wir mit Restarbeiten am Fundament und wenn alles klappt wird am Dienstag der erste Stein gesetzt.
Soweit der aktuelle Stand.

22.01.2012

Fortschritte beim Bau der Ambulanz

Fast eine Woche sind Marco, Mario und Sebastian nun in Guatemala und es gibt schon einige Fortschritte.

Unser Projektkoordinator vor Ort, Amilcar, und die drei haben unsere beiden Hebammenschülerinnen Pati und Olga sowie ihre Ausbilderin Hannah besucht. Dort hatten sie auch die Gelegenheit, das neue Ultraschallgerät, dass SIEMENS für das Projekt gespendet hat, auszuprobieren; Marco hat sich kurzer Hand als Patient zur Verfügung gestellt.

In Chocruz, unserem Projektort laufen die Fundamentarbeiten an. Die Lage des Gebäudes wurde auf dem unbebauten Grundstück zwischen dem Sportplatz der Schule und der Tischlerei abgesteckt und die Erdarbeiten gehen voran.

Unterwegs in Antigua
Arbeiten in Antigua
Wachhunde im "Casa de Diemo"
Auf dem Weg zur Baustelle
Auf der Baustelle
Auf der Baustelle
Fünf Stunden nach Ankunft auf der Baustelle
Zweiter Tag auf der Baustelle
Zuschauer
Baustelle
Unser PickUp
Momostenango

18.01.2012

Start des Baus der Ambulanz in Guatemala

Marco, Mario und ich (Sebastian) sind am 15.01. sicher in Guatemala gelandet. Untergekommen sind wir im Casa de Dimo (San Pedro, nahe Antigua). Hier kann man sich sehr gut von den Flugstrapazen erholen und sich akklimatisieren.
Bis jetzt haben Marco, Mario, Amilcar und ich, die Vorplanung für die Erstellung des Fundaments besprochen. Am kommenden Wochenende wird der erste Spatenstich gesetzt. Zusammen mit 3 gelernten Maurern und 10 weiteren Helfern werden wir bis 28.01. das Fundament gegossen und erste größere Materialbestellungen getätigt haben, welche dann für den Rohbau auf der Baustelle vorrätig sein müssen. Zum Eintreffen der zweiten Gruppe Anfang Februar in Momostenango sollten die Mauerarbeiten begonnen haben. Soweit erstmal die neuesten Neuigkeiten. Weitere Informationen folgen.

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