Bau der Geburts- und Notfallambulanz 2012

Die erste Phase unseres Engagements in Chocruz in Guatemala ist abgeschlossen. Sie begann Ende 2010 und dauerte bis Mitte 2012 und umfasste die Errichtung der Geburts- und Notfallambulanz, die Ausbildung der beiden Hebammen sowie die Inbetriebnahme der Station.

Gebaut wurde entsprechend den Plänen von Architekturstudenten der Hochschule Anhalt. Die Studenten haben die Krankenstation gemeinsam mit den Bewohnern Chocruz sowie den aktiven Mitgliedern von Mirador gebaut. Im Juli 202 wuurde die Krankenstation voll ausgestattet in betrieb genommen.

Bildergalerie vom Bau der Klinik

Architektonische Entwürfe der Studenten der Hochschule Anhalt

  

Hebammenausbildung

Frauen in der Region Chocruz gebären nicht selten acht bis zehn Kinder, fast immer ohne medizinische Betreuung. Die Mütter-und Säuglingssterblichkeit ist dementsprechend hoch. Bei Komplikationen während der Geburt kommt oft jede Hilfe zu spät. Auch der Fußweg in die 30km entfernte Klinik ist bergig und aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse in Notfallsituationen kaum zu bewältigen. Aus diesem Grund war es uns ein besonders wichtiges Anliegen, die Ausbildung von zwei lokaler Frauen zu Hebammen für unsere Klinik zu begleiten und finanziell zu unterstützen.

Erfolgreich beworben haben sich Olga und Patricia. Beide stellen sich jeweils in einem Brief (übersetzt ins Deutsche) vor.

     >> Pati     >> Olga

Die Ausbildung der beiden Hebammen für unsere Ambulanz begann im Mai 2011 in Guatemala und dauerte über ein Jahr. Dafür kooperierte Mirador mit dem guatemaltekischen Verein „Asociación Manos Abiertas“. Unsere Hebammenschülerinnen Patricia Yolanda Tzoc Velásquez und Olga Marina Xiloj Velásquez waren zu Beginn Ihrer Ausbildung 20 Jahre alt und kommen aus der Gemeinde Chocruz. Als Einheimische genießen sie das Vertrauen der Bevölkerung und sprechen neben der spanischen auch die ortsübliche indigene Sprache Quiché.

Im Gesundheitszentrum von „Asociación Manos Abiertas“, geleitet von Hannah Freiwald, wurden die jungen Frauen im medizinschen Bereich, aber auch in traditionellen Behandlungsmethoden und Heilmitteln unterrichtet. Letzgenannte  spielen in ländlichen Gebieten - wie unserer Projektregion - eine besondere Rolle. Pati und Olga bieten seit Juli 2012 in der von Mirador errichteten Ambulanz einfache Gesundheitsversorgung, vorgeburtliche Kontrolluntersuchungen sowie Beratungen zu Gesundheit, Hygiene und Familienplanung an.

Mirador hat in die Kosten für die Ausbildung (150€/Monat) und Unterkunft (80€/Monat) übernommen. Die Gesamtkosten für die Ausbildung beider Hebammenschülerinnen betrugen etwa 6.440 Euro.  

Mirador dankt noch einmal ausdrücklich allen Förderern und Helfern, die es möglich gemacht haben, Pati und Olga auf ihrem Weg zu unterstützen!!

 

Ultraschallgerät für Mirador

Am 26. August 2011 wurde unserem Verein in einem feierlichen Rahmen in Berlin ein brandneues tragbares Ultraschallgerät übergeben. Dieses Gerät wurde von Siemens gespendet. Die Kooperation wurde uns erst durch Vivantes ermöglicht. Das Gerät wurde in Guatemala übergeben und wird nun in der Bergregion um Chocruz zum Einsatz kommen. 

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Ulrike Fellien und Prof. Alfred Holzgreve von Vivantes und Alexander Stanke von Siemens für die Hilfe und die Unterstützung bedanken!

Das Ultraschallgerät ist in Guatemala angekommen und wurde von Sigrun Zuehlke im Namen von Mirador an Manos Abiertas und unseren Hebammen Olga und Patricia übergeben. Hannah Freiwald von Manos Abiertas ist eine erfahrene Hebamme und hat Olga und Patricia in ihrer Ausbildung fachkundig in der Nutzung des Geräts unterwiesen und den praktischen Einsatz vorgeführt.

Seither ist das Gerät erfolgreich in Gebrauch.

Auch an dieser Stelle noch einma einen herzlichen Dank für die Unterstützung durch Siemens und Vivantis, die es möglich macht, in unserer Klinik in Chocruz Behandlungen und Geburtshilfe nach modernen medizinischen Standarts vorzunehmen.


Share on Facebook Share on Twitter Digg us Stumble us Save on del.icio.us