Vorortrecherche 2011

Ein wichtiger Bestandteil der Planung des Projekts war die Vorortrecherche 2011. Ein Gruppe Miradorianer hat sich mit dem Ziel, die lokalen Verhältnisse persönlich in Augenschein zu nehmen, auf den Weg nach Guatemala gemacht.

Hier ein kurzer Bericht:

Nur eine sehr holprige Straße führt hinauf in das Bergdorf Chocruz. Die 10.000 Einwohner des Ortes im Nordwesten Guatemalas besitzen keine eigenen motorisierten Fortbewegungsmittel. Der Weg in die nächste größere Stadt Momostenango dauert 30 Minuten - mit dem Auto. Ohne ist er für viele zu weit. Womit ein Großteil der Bewohner von Chocruz von der regelmäßigen Versorgung in einem Krankenhaus abgeschnitten ist.

Sechs Mitglieder des Mirador e.V sind nach Guatemala gereist, um vor Ort für das jüngste Projekt des Vereins Recherchen anzustellen.

In den fünf Wochen in den Bergen des zentralamerikanischen Staates haben wir wichtige Informationen über das Grundstück, die Region, die medizinische Versorgung und den Bauvorbereitung erhalten. Dabei konnten wir unsere Partnervereine ZUKUNFT FÜR KINDER - ALDEA LAURA e.V. und FUTURO PARA NIÑOS GUATEMALA ALEMANIA und deren Vertreter vor Ort kennenlernen. Wir haben das Grundstück vermessen, wir sind die Bauwege abgefahren und haben die Materialien lokalisiert und recherchiert. Wir haben das Projekt der Gemeinde in Chocruz vorgestellt, woraufhin uns die Unterstützung von der Gemeinde zugesichert wurde. Wir lernten viel über das guatemaltekische Gesundheitssystem, haben Vertreter der Gesundheitsbehörden vor Ort und überregional getroffen. Es wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen uns und der medizinischen Fakultät der Universität in Quetzaltenango getroffen: Voraussichtlich werden ein bis zwei guatemaltekische Medizinstudenten in der Krankenstation einen Teil ihres praktischen Jahres absolvieren. Eine Kooperation mit deutschen Universitäten und deren Medizinstudenten ist in Planung. Wir haben Ärzte getroffen, die uns über Krankheitsbilder, medizinischer Versorgung allgemein und den finanziellen Aufwand informiert haben. Dabei war die Hilfsbereitschaft vor Ort überwältigend. Wir haben es geschafft, zwei ehemalige Schülerinnen aus der Schule von ALDEA LAURA und FUTURO PARA NIÑOS für eine Hebammenausbildung ab Mai 2011 zu gewinnen. Die Ausbildung soll grundlegende medizinische Kenntnisse vermitteln und die Mädchen auf ihre Arbeit in unserer Station ab April 2012 vorbereiten. Die Ausbildung übernimmt Hanna Freiwald von ASOCIACIÓN MANOS ABIERTAS, eine deutsche Hebamme, die bereits seit 20 Jahren in Guatemala lebt und zwei Geburtshäuser leitet. Wir konnten viele weitere wunderbare Kooperationspartner in Guatemala für unser Projekt gewinnen und haben somit den Weg für den Bau und die Nutzung der Krankenstation ebnen können.

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