Ausbildungs- und Gemeindezentrum in Nepal

Nepal hat mit dem 8.848 m hohen Mount Everest der höchste Punkt der Erde. Bildungspolitisch gesehen befindet sich Nepal allerdings an einem Tiefpunkt. Jedes achte nepalesische Kind lebt auf dem Land abseits der Städte und hat einenschlechten bzw. gar keinen Zugang zu einer Schule. Außerdem können sich die meisten der auf dem Land lebenden Familien eine Schulausbildung ihrer Kinder nicht leisten.

Die staatlichen und oft auch die privaten Schulen in Nepal sind in einem katastrophalen Zustand. Etwa 40 Kinder unterschiedlichster Schulklassen sitzen in kleinen Zimmern und werden parallel unterrichtet. Toiletten, fliessendes Wasser oder Spielplätze sind selten vorhanden. Die Unterrichtsräume sind nicht isoliert, was vor allem im Winter auf Grund fehlender Heizung zu schlechten Voraussetzungen für einen "normalen" Unterricht führt.

Diese Situation konnten wir zusammen mir den Studierenden der Fachbereiche Architektur, Facility Management, Geoinformation und Design der Hochschule Anhalt sowie durch viele Firmen- und private Einzelspender ändern.

Dafür vielen Dank!

Unter der Leitung von Prof. Dr. Claus Dießenbacher, Michael Bieler und in Kooperation mit den Vereinen Nepalhilfe Beilngries e.V. und dem Leipziger Verein Mirador e.V. wurde dort ein Gebäude errichtet, das nun als Bibliothek und Werkstatt genutzt werden kann.

Nach einer ausführlicher Vorortecherche im Frühjahr 2014 wurde die „Shree Jagadamba Higher Secondary School“ im Westen Nepals ausgewählt. Ausschlaggebend für die Wahl waren die nachhaltige Nutzung der deutschen Entwicklungshilfe, die vor allem die Akzeptanz des Projektes bei der Bevölkerung einschließt.

Die Schule liegt im Westen Nepals in einem Dorf, dessen Großteil der Einwohner den benachteiligten Tharu angehören. Etwa 1.200 Schüler werden an dieser Schule unterrichtet. Trotzdem verlassen etwa 90 Prozent von ihnen die Einrichtung ohne eine nennenswerte Berufschance.

Deshalb haben die Studierenden der Hochschule Anhalt diesen Kindern einen Raum für die Ausbildung und sozialen Kontakt geschaffen. Es wurden Räume kreiert, in dem nun handwerkliches Know-how vermittelt werden kann und Ausbildungslektüre angeboten wird , der aber auch für Vorträge und Weiterbildungen genutzt werden kann.


„Wir haben diesen Raum zusammen mit den Menschen vor Ort kreiert und realisiert und dafür die notwendigen Finanzmittel akquiriert. So standen am Ende unseres Projekts zwei Gewinner: Zum Einen die Menschen in der Region Bardia. Zum Anderen haben aber auch die beteiligten Studierenden der Hochschule einen Mehrwert, indem sie lernen konnten theoretische Kenntnisse in die Praxis umzusetzen und somit einen entscheidenden Vorteil bei zukünftigen Bewerbungen erlangen“, so der Projektleiter Michael Bieler.

Für den Bau des Ausbildungs- und Gemeindezentrums wurden insgesamt 40.000 Euro benötigt. Feierlich übergeben wurde das Gebäude im März 2015, vom verheerenden Erdbeben im April 2015 wurde es zum Glück verschont.

Spenden

Hier gehts zu den Kontodaten. Als gemeinnütziger Verein stellen wir Ihnen gern eine steuerlich absetzbare Spendenbescheinigung aus.

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